back in germany

So, wohl pder über kommt hier der letzte Blogeintrag... Ich bin nun seit guten drei Monaten wieder in der Heimat. 

Die letzen Wochen/Tage in Kapstadt verliefen doch noch ganz schön hektisch. 

Wir haben für viiiiel zu wenig Geld unser Auto verkauft, an irgendeinen Händler, der blöd genug war, es überhaupt zu kaufen. Er wollte uns dann noch nach Hause fahren... dankend haben wir dieses Angebot angenommen, dann haben wir jedoch festgestellt, dass er uns mit UNSEREM Auto nach Hause fahren wird.. somit haben wir kurzerhand entschlosse, uns nicht nach Hause, sondern zu einem in der ähe gelegenen Supermarkt haben fahren lassen, denn Günter hätte jeden Moment den Geist aufgeben können, dann säßen wir womöglich heute noch auf dieser Schrottkarre ( so jetzt ist er weg, ich kann es endlich laut aussprechen: SCHROTTKARRE!!!) Daraufhin haben Debby und ich uns dann noch ein Bierchen und Frühstück gegönnt und die Sonne genossen. Da kamen auch promt die neuen Freiwilligen, also unsere Nachfolger, bei uns am Haus an. Tollen Eindruck haben wir da gemacht, mit Bier, Kippe und gebratenen Eiern in der Sonne, auf der Terasse vor dem Haus =D Naja, wir haben es uns eben auch mal gut gehen lassen.. Das Geld vom Autoverkauf konnten wir dann sogar noch ausgeben und den Rest haben wir mit den "neuen" getauscht, die hatten nämlich noch so einige Euronen dabei =) 

 

Der Abschied auf der Arbeit viel weniger toll aus, wir haben Pizza gemacht, aber nur die Hälfte der Mitarbeiter war anwesend und naja, es war auch vielen einfach nicht so wichitg glaube ich.. Schade, aber was soll man machen. Etwas trauriger fiel dann schon der Abschied von dem Direktor der Rocklands's Primary School, Mr.P!, und dem mushroom project Leuten aus.. 

 

Auf die letzten Tage sind wir dann nocheinmal mit dem Auto zum Cape Allguhas und nach Hermanus gefahren, auf den letzten Drücker eben noch so viel wie möglich sehen =D War wunderschön... 

 

Als es dann tatsächlich die letzte Woche unseres Freiwilligenjahres war, haben wir einen großen Braai veranstaltet und ich muss sagen, es sind fast ausnahmslos all unsere Freunde und Bekannten gekommen! Ein unvergesslicher Abend mit einer abgedrehten Nacht, wie schon so viele zuvor.. 

 

Die letzte Nacht hat das ganze dann nocheinmal getoppt, waren bis zum geht nicht mehr im Stones, haben bis es draußen hell wurde mit den lieb gewonnenen Barkeepern getrunken äääh ich mein, geredet.. und so weiter.. dannhieß es packen und Abflug.. Ich habe dann doch noch ziemlich viele Tränen vergossen.. Es war einfach gefühlt noch nicht die Zeit zu gehen, danz egal wie groß die Vorfreude auf Zuhause war..  Aber wir konnten es nciht ändern.. Am Flughafen hatte Debby dann noch stolze 30 Kilo Übergepäck, was mal wieder zu einer lustigen Konversation mit Fluggesellschaftsmitarbeitern geführt hatte. Selbst am letzten Tag in Südafrika wurde uns zum 1000. mal angeboten für Kühe zu heiraten, wir haben gelacht und dann saßen wir auch schon im Flieger.. 

 

In London haben Lisa und ich dann auch noch den Anschlussflug nach Hamburg nicht bekommen, somit musste die gesamte Family in Deutschland lustige 4 Stunden am Flughafen im Ungewissen auf mich warten.. 

Als ich endlich aus der Tür kam, da fließen die Tränen, meine, Mamas und so weiter.. ich wurde feierlich auf der Auffahrt empfangen, mit Sekt, Blumen und meinen besten Freunden, herrlich! 

Am Abend stieg auch direkt die Party, es war einfach toll. 

 

Die ersten Wochen Zuhause waren sehr schwierig, am liebsten hätte ich mich einfach in meinem Bett verkrochen und wäre nie wieder rausgekommen. Aber da das ja auch keine Lösung ist, habe ich kurzerhand entschlossen, auf Vollzeit bei McDonald's zu arbeiten, bis das Studium dann im Frühling losgehen soll. Macht bisher auch echt Spaß, ist aber auch verdammt anstrengend. Naja und damit endet das Jahr...

 

Ich muss sagen, ich würde es auf der Stelle wieder tun, bereue nichts und vermisse Kapstadt wie verrückt. Ich bin froh, es heute meine 2. Heimat nennen zu können und kann es kaum erwarten, wieder zurück nach Mzansi zu kehren. 

 

Danke fürs fleißige Mitlesen und all die Unterstützung meiner Familie und meiner Freunde! 

Eure Sina Kelsch Melaniii

der taegliche Wahnsinn...

So, war dann mal bei der Bank, bla bla bla.. Ende vom Lied: Entweder das Geld kommt innerhalb der naechsten Woche alleine zurueck oder ich muss das ueber die DKB klaeren. Da auf meinem Zettel, den der Automat mir freundlicher Weise ausgespuckt hat ( den ich dann auch ekliger Weise aus dem Muell fischen musste und von saemtlichen Bier- und Zigaretten- rueckstaenden befreit habe) steht, dass es ein Problem gegeben hat, stehen die Chancen, dass ich mein Geld wiederbekomme relative gut. Yeahi, can’t wait! -.-

Also wenn jemand zu viel Geld hat und auch gerne moechte, dass ich mir diesen bloeden, scheiss geilen Umlungu Pullover kaufen kann, dann ueberweist mir doch ein bisschen Geld, dann muss ich nicht mehr warten =D

So dann lasst mich mal ueberlegen, was ich gestern alles so schoenes niedergeschrieben habe, bevor der Laptop abgestuerzt war….

Ahja, ich war vor einigen Wochen mit meinen Maedels in den Cederberg Mountains. Nur ca. 3 Stunden Nord-Westlich von Kapstadt haben wire in grosses Zimmer mit Kueche und Bad auf einem mitten im Nirgendwo liegenden Bauernhof gemietet um uns mal ein Wochenende von dem Grossstadtjungle zu verabscheiden und Energie fuer die letzten Wochen zu tanken. Das ganze fing dann ungefaher so an:

Scheisse! Wir haben uns verfahren!! Aber wir sind doch nichtmal aus Kapstadt raus! =D

Dann haben wir auf der Autobahn noch die Ausfahrt ins Nirgendwo verpasst und somit enden wir auf einer Tankstelle mitten im Nichts, mit wenig LIcht und vielen komischen Menschen um nach dem Weg zu fragen.. Wir hatten lediglich eine Karte von der Homepage der Enyo Farm (wo wir unser Zimmer gebucht haben, uebrigens sehr empfehlendswert und von einem deutschen Ehepaar mit Kindern geleitet) und somit fragten wir auch nach dieser und weit konnte es wirklich nicht mehr sein.. Mutig fragten wir nach dem Weg doch alle guckten uns mit einem riesigen Fragezeichen im Gesicht an und meinten, sie haetten von dem Ort, an den wir nuneinmal wollten, im Leben noch nichts gehoert. Schliesslich konnten uns zwei junge Maenner weiterhelfen… Sie hatten neben uns geparkt und ihr Bakki war vollgeladen mit allen moeglichen Pflazen. Als wir ins Gespraech kamen, stellte sich heraus, dass auch sie aus Kapstadt kaemen und als ich sie dann auf ihre Pflanzen ansprach und von SEED erzahlt habe lachten sie und sagten :” AHHH SO YOU ARE THE TREE PEOPLE IN THE SCHOOLS!” =D I just said: ‘ Awe, that’s us! The tree huggers!” Herrlich…

Naja ihre Wegbeschreibung hatte uns wenigstens in die richtige Richtung geleitet und mit Hilfe der deutschen Besitzerin am Telefon haben wir die Enyo Farm dann auch endlich nach einer sehr unheimlichen Fahrt im Stockdunklen erreicht. Am naechsten morgen war es dann um so schooner. Der Ausblick in die Berge ist einfach unbeschreiblich scheon und die die mich kennen wissen, ich bin kein Freund von Bergen und wandern etc. Aber das war einfach nur toll. Es war eine herrlich frische Luft und es war so unheimlich still, dass das einzige, was man hoeren konnte, die Wildpferde in der Ferne waren. Geweckt wurden wir dann noch von der kleinen Tochter des deutschen Ehepaares und als ich sie fragte, wie sie denn heissen wuerde sagte sie: Ronja! Ich lachte natuerlich los und dann ist sie beleidigt abgezischt.. =D

Wir haben den laaaange gefruehstueckt und relaxed, wir sind spazieren gegangen, haben in der warmen Wintersonne ein wenig gelesen.. Ach was man eben so macht, wenn man irgendwo im nirgendwo rumhaengt und umgeben von atemberaubender Natur ist. Wir haben den Abend dann mit heissen Kakao und Rum und ein oder zwei Glaesschen Wein ausklingen lassen und der Rest ist history… ;)

Am naechsten Tag sind wir dann noch weiter ins nichts gefahren, bin wir auf ein kleines Missionsdoerfchen namens Wuppertal gestossen sind. Alles ein wenig Zeitversetzt im Vergleich zum deutschen Wuppertal aber naja, haben ein Foto unter dem Schild der Post gemacht, uns gewundert wo alle Menschen sind (es war Sonntag, die waren natuerlich alle in der Kriche!!!) und sidn dann wieder zurueck Richtung Zivilisation, welche wir auch wirklich dringend brauchten, da wir so gut wie kein Benzin mehr im Tank hatten und es gibt wirklich guenstigere Ort um stecken zu bleiben…

Das war dann also auch mal ein Wochenende ausserhalb des wunderschoenen Observatorys.. Reicht dann auch erstmal wieder fuer die naechsten Wochenenden ;)

Denn wenn es eins gibt, was ich sehr sehr sehr vermissen werde, dann ist es das Leben hier in Obz.. Durch die Strassen laufen und Freunde treffen, tagsueber die Cafes zu besetzten und so bald es dunkel wird auch ein Teil der Observatory-Kneipen-Community zu sein =D

Man kennt uns hier und wir kennen die Leute. Umso mehr hat es uns teirisch gereizt, dass die ganzen Ami-Spacken (sorry, aber die Amerikaner, die ich hier kennengelernt habe sind zu 90 Prozent einfach nur total hohl von innen) ihr Auslandssemester in Cape Town gemacht haben. Die haben dann einfach mal eiskalt das Stones erobert, sodass wir da fuer eine gewisse Zeit gar nicht mehr hingegangen sind. Die Amerika-Welle ist nun zum Glueck vorbei (THANK GOD!!!) und wir sind zurueck an der Bar, denn wie ich von meinem lieben Gunnar in P.E. gelernt habe : der schoenste Platz ist immer an der Theke.. ja an der Theke, da ist der schoenste Platz. ;)

So langsam sind meine Tage hier wohl oder uebel auch gezaehlt. Der Abscheid rueckt immer naeher und ich habe immernoch keinen Koffer. Ich habe immernoch keinen afrikanischen Schnick Schnack gekauft, ich war immernoch nicht auf Robben Island und am Kap Allguhas. Ausserdem will ich nochmal nach Hermanus und nochmal die Wale sehen.. Finde den Fehler: Genau, viel zu wenig Zeit..

Ausserdem will ich mich nicht von meinen Frerunden verabscheiden und ich will mich auch nicht von meinen Maedels verabschieden und von dem kommenden Sommer sowieso nicht.. Aber was haben wir schon fruehen alters gelernt: Das Leben ist kein Ponyhof, also hoch mit dem Hintern und ran an den Speck =D

Habe auch noch ein paar freie Tage uebrig, sollte schon alles hinhauen…

So und weil ich auch noch gar nicht an das Ende denken will, war das heir auch ganz sicher nciht mein letzter Eintrag ;)

Aber nur so zur Info, ich lande am 21. September um 10:20 Uhr in Hamburg und man findet mich am Abend, sehr wahrscheinlich ein wenig angeheitert zu Hause, gemeinsam mit meinen liebsten ;) und neeeein Glueckstadt, dass heist nicht: GEIL, PARTY BEI SINA, ICH BIN DABEI UND BRINGE ALLE MEINE BEHINDERTEN ASSIFREUNDE MIT!!!!

 

 

Blogeintrag 27.08.202

 

Heute morgen hat mich mal wieder das Pferd getreten! Ich will meinen Kontostand abchecken und was ist? Dieser fucking scheiss ************piiiiiiieeeep Geldautomat, der mir letzte Woche nicht die gewollten 800 Rand ausspuckte, hat mir trotzdem schoen das Geld von der Karte abgezogen… Da ich das ja nicht wusste, habe ich zwei Meter daneben, an einem anderen Automaten nochmal 800 Rand (um die 77 Euro) abgehoben. Da kam dann auch das Geld raus und alles war in Ordnung. Heute morgen guck ich in meine Auszuege und wundere mich noch, wie ich so viel Geld in einer Woche ausgeben konnte… Und da ist er schon, die uebeltaeter.. Ich aergere mich hier Schwarz und blau. Gerade noch die Kaution vom Vermieter wiederbekommen, freue ich mich auf eine richitg nette Shopping Tour und weiss im Kopf schon, was ich mir als aller erstes Kaufen will ( den bloeden Umlungu Pullover =D und nen Schal auf dem Green Market Square) und Zack, alle Traeume wieder vorbei, ich bin soooo sauer auf dieses Scheiss Banksyste,m-Kriminalitaets Ding, ach eigentlich weiss ich gar nicht wo drauf ich sauer bin, ich bin einfach nur sauer *%$%^#%$#&^^%&!!!!!Dazu kommt, dass ich gestern abend einen seitenlangen Blogeintrag geschrieben habe und kurz bevor ich abschliessen wollte, ist der bloede Laptop abgestuerzt… Kann das wirklich wahr sein?? Ich glaube ja wohl kaum! Man.. jetzt reg ich mich ersteinmal ein bisschen auf, schreie ein paar Kinder in der Schule an und beende den Bericht dann spaeter…

 

 

PS: Entschuldigung, dass ich gerade so viel geflucht habe ;)

 

 

Blogeintrag 12.07.2012

Blogeintrag 12 July 2012

 

Na Kinder,wie gehts euch denn so? Hier unten ist soweit eigentlich gar nicht so viel in Ordnung. Unser geliebter Günter braucht eine neue Kupplung, was dazu geführt hat, dass ich mal wieder Pleite bin. So langsam ist der von Innen schon so gut wie neu und wenn das so weiter geht, dann komme ich niemals dazu mir diesen geilen Pullover in Kalk Bay zu kaufen auf dem dick und fett Umlungu drauf steht (umlungu = weiße Person). Naja mal sehen wie es Ende nächsten Monat aussieht. Auf jeden Fall müssen wir uns auch so langsam darum kümmern, dass wir Günter weiterverkaufen, nicht, dass wir am Ende mit nem Auto am Flughafen sind und wir ihn da stehen lassen müssen ;-)

 

Vor zwei Wochen war ich mit meiner Zimmermitbewohnerin Hannah, die für CMHS arbeitet, bei einer Modenschau von der Behindertenwerkstatt, in der sie arbreitet. Als wir ankamen haben wir schon gemerkt, dass das öffentliche Interesse daran wohl nicht gerade groß war und mehr Stühle als Menschen da waren. Naja, nicht so schlimm.. dachten wir. Bis eine der Organisatoren zu uns kam und uns gebeten hat, die nicht angetretene Jury zu ersetzen undschwubs saßen wir am Ende des "Laufstegs" als Jury, immer wieder gerne angekündigt mit "All the way from Germany" bla bla bla. Mir ist unheimlich das Herz aufgegangen als ich gesehen habe, wie viel Spaß die Behinderten hatten, wie viel Mühe sie sich gaben und wie Ihre Familien sie angefeuert haben. Für uns waren es alle Gewinner! Trotzdem mussten wir ein paar Gewinner küren, was zu einigen Tränen geführt hat. Freudentränen, Glückstränen oder eben normale ich-habe-verloren-Tränen. Es gab ein kleines Buffett und so weiter. All in all war es ein wunderschöner Nachmittag. Ich habe mich lange nicht mehr so gut gefühlt. Außerdem hat es mich noch weiterhin ermutigt, in Zukunft Soziale Arbeit zu studieren. Außerdem haben wir mit sage-Net am Dienstag das Projekt "Abalimi" besucht, welches SEED ein wenig ähnelt. Abalimi hilft Community-Centren eigene Gemüse Gärten aufzubauen und zu verwalten. Die Farmer können dann ihr Gemüse an die Community verkaufen oder aber Abalimi selbst kauft die Ernte und verkauft ihre sogenannten "Harvest-of-Hope" Boxen. Füer 10 Euro die Woche kann man sich dann von denen einegroße Kiste voll mit Gemüse bestellen. Wir von SEED verkaufen Ihnen zum Beispiel auch unsere Mushrooms, die landen dann einmal im Monat in der HoH-Box. Es war ebenfalls super interessant und ich finde es immer Klasse, andere Projekte zu sehen. Es gibt einem ein gutes Gefühl zu sehen, was einige Menschen auf die Beine stellen können. Ich freue mich auch schon auf Lisas nächste Tanzvorstellung von Dace for All. Im August haben sie einen Auftritt in Cape Town City, was super aufregend sein wird und wieder einmal kann man sehen, dass auch Township Kids was auf dem Kasten haben! Übrigens tanzen zwei Jungs von Dance for All bei König der Löwen in Hamburg mit! Unglaublich, oder?

Morgen ist mein aller letzter Tag mit dem Mushroom Project. Schade, ich habe es wie gesagt sehr genossen. Aber ich freue mich inzwischen auch schon einwenig auf das OutdoorClassroomProgramm. Wir haben gerade eine Competition für die SEED Schulen in Cape Town erstellt. Sie sollen eine Eco-Corner im Schulgebäude erstellen. Debby und ich sitzen natürlichin der Jury. Ich hoffe wirklich auf tolle Ergebnisse und die Gewinner bekommen alle ein cooles SEED T Shirt. Auswahlkriterien sind zum Beispiel der Nutzen von recyceltem Material oder die Informationskapazität. Wird bestimmt nochmal spannend.

Mike wird gehen. Jaa, unser geliebter Mike, der uns unzählige Male das Leben auf der Arbeit zur Hölle gemacht hat wird nach July nicht mehr mit SEED zusammenarbeiten. Wenn das nicht mal tolle Nachrichten sind!! Ja liebe Nachfolger, wenn ihr das jetzt lest, dann wisst ihr es zwar nicht, aber ihr könnt unglaublich froh sein, nichtunter seinen Fittichen arbeiten zu müssen! Wenn wir sonst nichts erreicht haben, dann haben wir wenigstens einen Teil dazu beitragen können, dass Mike geht. Wir haben uns nunmal oft bei SAGE Net über ihn beschwert und die haben das auch an unsere Obercheffin weitergeleitet, was sie ziemlich sicher in Ihrer ENtscheidung, Mike mehr oder weniger direkt zu feuern beeinflusst hat. Muhaha und uns bleiben immerhin noch 1 1/2 Monate ohne diesen Blödmann. Andererseits war das auch die letzte Mitfahrgelegenheit für die Freiwilligen bei SEED, die in Observatory wohnen, irgendwie zur Arbeit zu kommen. Man kann auch mit dem MInibus fahren, jenes dauert aber eeeeewig und ist auch gar nicht mal so sicher. Niemals habe ich irgednetwas Wertvolles dabei gehabt. Alles was man mir hätte klauen können wären die 30 Rand die man zahlen muss und mein Handy. Und meine Brotdose ;-)

Wenn Günter jetzt mal wieder Zicken macht, dann bleibt uns nur noch der Minibus, weil Mike wie gesagt ja dann nicht mehr hier sein wird. Halb so schlimm wie es klingt. Ich fahre eigentlich gerne Minibus oder Taxi wie man hier sagt. Eingequetscht zwischen Big Mamas und mit lauter Mukke inklusive übelst zu hoch eingestellten Bass und mit nem kleinen Kind auf dem Arm wird man auf jeden Fall wach am morgen.

Blogeintrag 26.06.2012 Heute hier, morgen da...

Blogeintrag 26.06.2012 Heute hier, morgen da... Heute hab ich die liebe Meike vom Flughafen abgeholt,hab mir dafür auch nen Tag frei genommen,also mal so ganz offiziell gefehlt... Alles ist super und ich hab mal weider super Grüe und Klamotten von Mutti bekommen. Hab zwar noch gar keine Ahnung, wie ich das alles, was sich bisher so angesammelt hat, mit nach Hause bekommen soll aber irgendwie wird das schon klappen... Achja, ich hab nichteinmal einen Koffer, den hat nämlich meine Schwester gebraucht, als sie wieder nach Deutschland geflogen ist, ihre hat hier den Geist aufgegeben.Naja, ist das nicht auch ein Grund um hier zu bleiben? Wie soll ich denn nach Hause ohne Koffer, ne das geht ja nicht ;-) Nicht zu vergessen auch das lang ersehnte neue Album von den Toten Hosen und die Haribo Latritz Schnecken, ein Stückchen Heimat bitte, dankeeee! Ansonsten ist hier im Moment nicht so viel los, die Schulferien haben gerade angefangen, auf der Arbeit gibts es nicht wirklich viel zu tun. Meine Tage im mushroom project sind auch so langsam gezählt. Fazit dazu: SUPER! Hat mir wirklich viel Spaß gemacht mit Theo zusammenzuarbeiten und ich habe auch das Gefühl, dass ich etwas gemacht habe, was nötig war um ein bisschen Ordunung in das Chaos zu bringen. Hab nochmal mehr von Mitchell's Plain und Umgebung gesehen, weil ich viel rumfahren musste und außerdem hab ich auch Dinge gemacht, wo man eine gewisse Verantwortung trägt, z.B. mushrooms Ausliefern oder eben auch wichtige/dringende Sachen, wie die Kühler aus dem Kühlraum umtauschen. Eine Erfahrung würde ich auch noch gerne mit euch teilen: Ich habe von Theo letzte Woche die Aufgabe bekommen, recycelte Backsteine vom Straßenrand zu kaufen. Daraufhin bin ich mit meinem Kollegen Bheki nach Phillippi gefahren um eben diese Aufgabe zu erfüllen. Ein Stein durfte nicht mehr als einen Rand, im optimalsten Falle 90 Cent kosten. Wir also am Straßenrand gehalten, wo einige Schon einen Haufen Steine aufgebaut hatten.Sobald ich aus dem Auto gestiegen war wurde dann erstmal geglotzt was das Zeug hält, die Männer konnten es nicht fassen, dass ich wirklich gerade von Ihnen Steine kaufen wollen würde. Ich bin doch weiß (Umlungu!) und damit automatisch reich! Also haben die Steine ganz plötzlich nicht mehr 90 Cent, so wie vor ein paar Wochen noch, gekostet, sondern 1,20 Rand. Nur gut, dass ich Bheki mit dabei hatte. Der hat dnn erstmal auf Xhosa die Männer verscheucht, dann versucht zu handeln. Ich hab ihm ganz schön das Geschäft versaut muss ich sagen. Naja immerin auf einen Rand ist er gekommen. Ein komischer Ort sag ich euch. Umgeben von Blechhütten und zwischen Hauptstraßen hat irgendjemand irgendwann mal seine alten Backsteine plus Schotter abgeladen und macht es vermutlich immernoch. Die "Händler" und ihre Frauen sitzen dann da rum und schlagen den Rest Beton von den Steinen, bauen einen Haufen auf mit 500 Steinen und warten darauf, dass die dann jemand kauft. Job ceration vom Feinsten,aber dadrin sind die Südafrikaner ja sowieso Weltmeister. Trotzdem hatte ich ein unangenehmes Gefühl, was wohl auch an dem intensiven Geruch nach Abwasser und Dacha (was hier Marijuana bedeutet) gelegen haben könnte. Die Männer sahen eklig aus, hatten nochgeschätze zehn Zähne im Mund und waren nach etlichen Flirtversuchen auch nicht mehr so gut auf mich zu sprechen. Musste da insgesamt 4 mal hinfahren, beim letzten Mal war es dann aber auch irgendwie lustig, die Männer haben sofort aufgeladen, Späßchen gemacht und freundlich gewunken, während ich hupend zurückgefahren bin. So macht man Freunde =D Jetzt werd ich bald mit dem Facilitator Anton in die SEED Schulen fahren und beim Unterrichten helfen, bei Meetings mit Lehrern dabei sein und auch wieder ein bisschen aktiver im Garten arbeiten. Freu mich gar nicht so sehr darauf, liegt aber auch daran, dass Anton..naja..eher zum faulen Kalieber zählt sag ich mal so... Er lässt einen gerne seinen Job machen. Was aber auch nicht all zu schlimm ist, solang man sich daran erinnert, dass man dadurch viel lernt und Erfahrungen sammelt. So viel zur Arbeit im Moment.. Abgesehen davon ist der Winter so wie der deutsche Sommer zur Zeit. 15 Grad, Sonne und Regen, auf jeden Fall aushaltbar, wenn es nicht gerade Nacht ist. Dann wird es nämlich mega kalt und unser Haus ist Null isoliert, von Zentralheizung will ich gar nicht erst anfangen..Außerdem wird es sehr früh dunkel, also die Sonne geht gegen sieben auf und um fünf schon wieder unter. Also nichts mehr mit romantischen Sonnenuntergängen auf dem Signall Hill.. Von Winterdepression ist jedoch niemals die Rede, wir nutzen jeden Sonnentag um raus zu kommen, fahren ans Meer oder in die Mall und machen uns wie immer eine schöne Zeit.

Auch Lust auf Suedafrika bekommen??

Ihr findet toll was ich mache und haettet auch Lust Kapstadt zu erobern? Ein Jahr findet ihr jedoch zu lang? Kein problem, mein Freund Moses hat eine Organisation gegruendet, die sich Southern Ambition Africa nennt und er bietet Freiwilligendienste oder eben Adventure Trips oder Nebenjobs an und hilft bei jedem Schritt!

 

mehr Infos unter : http://www.southernambitionafrica.com/

                  oder  http://www.facebook.com/#!/pages/Southern-Ambition-Africa/163608623677783

Southern Ambition Africa
Southern Ambition Africa

Doch genug gesagt "das wird schon wieder"

Meine ersetn Wochen im Mushroom Project offiziell beendet. Hat erstmal alles ganz gut geklappt. Man kann eigentlich sagen, dass ich so die peronal assistent von Theo, dem Manager vom mushroom-project, bin. Habe viel rumtelefoniert, bin viel einkaufen gefahren und konnte sogar schon gleich an einem Management Training teilnehmen. Ich war mit Theo in Stellenbosh um andere mushrooms zu kaufen, die Gelegenheit haben wir dann gleich genutzt und sehr guten und zum Freundschaftspreis angebotenen Wein gekauft.. Jaa so kann das weiter gehen Ich war mit Debby und anderen Communitymembern auf einen Markt um SEED Produkte und natuerlich viele, viele mushrooms zu verkaufen. Anschliessend haben wir noch im Rocklands Urban Abundance Centre ausgeholfen, da vor zwei Wochen hier riesen Eroeffnung mit Fernsehen und so weiter war, da sollte schon alles toll aussehen. Ausserdem war ein Facilitator aus den USA hier und macht einen Intro-Workshop, das wollte ich mir auch nicht entgehen lassen.

Ich habe viel Spass auf der Arbeit zur Zeit und das gibt mir jede Menge Energie, war jeden Abend noch unterwegs und spaet im Bett und bin kein Stueck muede. Ich hab endlich wieder Spass an dem, was ich mache! Also um an den vorherigen Breicht anzuknuepffen: Das wird wirklich alles schon! =)

Diese Woche sind wir im Haus alle ein bisschen am kraenkeln, hoffe das die naechste Woche wieder besser wird. Zum “Winter” kann ich nur sagen: muhahahaha.. ok es ist kalt aber kein Schnee oder irgndwas in die Richtung. Es rgenet und es ist windig, mindestens einmal in der Woche scheint die Sonne mit voller Kraft. Ich werde mich definitive nicht ueber den Winter heir beschweren. Hab gehoert der Sommer in Deutschland sieht gerade genauso aus? Tja, bloed fuer euch =P

Ansonsten, was gibt es zu erzaehlen? Oh ja, ich war am Wochenende mit dem Direktor unserer Rocklands Primary School, in den Bergen zum Campen! Mit dabei natuerlich auch Debby und zwei Freunde von Mr. P. Wow, das war super, wir haben ein Camping Imperium aufgebaut fuer zwei Naechte, Leute, dass koennt ihr euch nicht vorstellen! Fernseher, Mikrowelle, Herd, Grill, Wasserkocher, Toaster, fuer jeden zwei Campingstuehle, zwei grosse Zelte, die Liste ist unendlich… Am Samstag haben wir mit Errschrecken feststellen muessen, dass wir keinen Besen dabei hatten, also sind wir noch fix in die nahgelegene Mega-Mall und haben einen Besen gekauft. Man man man… Aber naja, witzig war es auf jeden Fall, haben so viel leckere Sachen gegessen, unter anderem einen typisch Suedafrikanischen Potje. Ein grosser, schwerer Metallpot, der auf dem Feuer steht und man schmeisst eigentlich alles rein, was man mag. Super lecker! Zum Fruehstueck Rueherei mit Speck, zum Mitternachtssnack Rippchen und Grillfleisch =D Debby und ich haben da natuerlich zugeschlagen, so viel leckeres essen bekommen wir nciht so schnell wieder ;) Der Campingplatz ist auch gleichzeitig ein Spa und es gibt verschiedene Pools, all emit heissem Quellwasser aus den Bergen gefuellt. Traumhaft! Gerade nch einer saukalten Nacht im Zelt mit allen Klamotten an, die man dabei hat und Waermflasche und zwei Schlafsaecken, gibt es ncihts besseres als in heisses Wasser zu steigen und einfach nur aufzutauen. Jaa, das Wochenende war super, und jetzt ist schoen wieder Freitaaaaag, jippy =)

Einfach so!

Wir haben uns jetzt mit Mike und unserer Organisation einigen koennen und sind doch alle soweit ganz zufrieden. Ich werde jetzt die naechsten 2,5 Monate mit dem Mushroom-Project, vor allem mit Theo fuers marketing arbeiten. Bin ziemlich aufgeregt und finde es echt super. Debby wir in der Zeit weiterhin mit an die Schulen fahren. Nach den 2,5 Monaten wird dann gewechelt. Ausserdem haben wir zwei tage in der Woche Zeit eine andere Schule unserer Wahl zu besuchen und dort beispielsweise Pausendienste oder After-care anbieten. So geht auch mein Kontakt zu den Kiddies hier nicht verloren. Wir werden das wohl an einer Schule ganz in der Naehe vom Office machen, Seaview Primary liegt ziemlich dicht am Strand, eine nette Schule mit Gaertnerin. Heute ist allerdings erst der erste Tag, also kann ich noch nicht so viel dazu sagen, ob es gut oder nicht gut laeuft. Auf jeden Fall bin ich weider positiv gestimmt, freue mich schon auf morgen und glaube, dass es noch richitg coole letzte 4 Monate werden! 

Weitere Neuigkeiten: Meine liebe Meike, die gerade erst zu Besuch hier war, kommt am 26. Juni fuer zwei Monate nach Kapstadt und arbeitet in einer Einrichtung fuer psychisch Kranke. MEIN GOTT das ist sooo coooool! Freue mich schon riesig auf dich, suesse! 

Ansonsten bin ich trotzdem nicht so gut drauf im Moment, hab auch noch nciht so ganz genau rausgefunden warum.. vielleicht bin ich einfach nur ein bisschen muede vom "das wird schon"sagen... aber das wird schon! 

So es ist 10 vor vier, unser Guenther wurde heute gefixt und darf gleich abgeholt werden.. freu mich schon, ist wie sein Kind vom Zahnarzt abholen =D 

Hoffe es geht euch alles gut und freu mich immer ueber Nachrichten von Euch, auch wenn ich nicht so schnell antworte! 

Ganz liebe Gruesse! 

Ja, ich lebe noch, Papa!

Ja ich weiss, die Seite hier ist ganz schoen eingeschlafen! Grund dafuer sind eigentlich nur meine Besucher gewesen. Habe in der letzten Zeit kaum gearbeitet und meinen ganzen Jahresurlaub fuer Freunde und Schwester verballert.

Natuerlich hatte ich eine tolle Zeit mit denen, aber jetzt denke ich, es ist genug Privatkram hier drin, ich moechte euch doch auch was von meiner Arbeit erzaehlen.

 

Leider gibt es da nicht all zu viel positives zu Berichten. Da es heute in Stroemen regent und man sich gerade so aus dem warmen Bett zwaengen konnte, nutze ich die wertvolle Zeit im Buero um von meiner Freiwilligenarbeit bei SEED zu berichten.

 

Als wir, dass sind Debby und ich, im September ankamen waren wir noch voller Motivation und Begeistert von jeglicher Arbeit. Wir sind Montag bis Donnerstag mit in die verschiedenen SEED-Schulen in Mitchell’s Plain und Umgebung gefahren und haben unsere Facilitator im Unterricht und Garten assistiert. Dies hat uns jede Menge Freude bereitet, was zum Groessten Teil auch daran lag, dass wir uns mit den Facilitatorn Bood und Yoliswa ausgezeichnet verstehen. Sie sind verstaendnisvoll, haben uns etwas zugetraut und auch mal Witze gemacht. Leider hat Bood aber im Dezember das SEED- Team verlassen. Ebenso unser Schulgaertner Shaun und ein weiterer Facilitator namens Mzu. Grund dafuer war unter anderem ein zu geringes Founding, sodass SEED in Kapstadt nur noch acht Schulen im Programm hat. Zwangslaeufig hat das ebenso dazu gefuehrt, dass der Garten am SEED Office, anliegend  an der Rocklands Primary School, nun uns, den Volunteers ueberlassen war. Genauer gesagt waren Debby und ich von Mitte Januar bis Maerz ausschliesslich Gaertner ohne Fachkenntnisse, was zwangslaeufig dazu gefuehrt hat, dass uns Fehler unterlaufen sind und es oftmals einfach aus Mangel an Manneskraft und Genervtheit lag. Dazu kam dann, dass unsere Arbeit nicht ansatzweise gewaertschaetzt wurde, im Gegenteil, die Fehler wurden noch beschimpft und wir ebenso. Und zack, da war sie auch schon wieder weg, die Motivation! Klar, jeder kennt es morgens im warmen Bett zu liegen und zu denken: “Boah, hab ich keinen Bock zur Arbeit zu gehen heute!” ist ja auch irgendwie normal. Aber jeden morgen im kalten Bett zu liegen und zu denken: “Fuck, hinter dem was ich mache steckt ueberhaupt kein Sinn!” fuehrt dazu, dass die Motivation winkend an einem vorbei laueft. Was wiederum wirklich schade ist, denn unmotivierte Freiwillige ist ja irgendwie schon ein wiederspruch in sich.

Naja, nach einem Gespraech mit Mike und Sage-Net haben Debby und ich eine Art Stundenplan erstellt (by the way, Mike liiiiebt Stundenplaene, selbst die Putzfrauen mussten einen erstellen. Neben Stundenplaenen auch gern gesehen: Listen! Ich habe z.B. eine Liste fuer unseren Bastel-Schrank erstellt. Nun muss jeder, der sich einen Stift rausnimmt auch brav seinen Namen, die Uhrzeit und das Datum, sowie Rueckgabezeitpunkt eintragen. Koennt euch vielleciht vorstellen, wie viele das machen. Und ja, der Kram geht immernoch verloren! Aber hauptsache mal ne tolle Liste angefertigt!.. anyway). Dieser Stundenplan soll wie folgt verlaufen: Montag Debby Schule, Sina Garten. Dienstag Sina Schule, Debby Garten…usw. Freitags duerfen wir dann ganz vielleicht auch was zusammen machen. Ist zwar bei Mike nicht gern gesehen, da wir dann nicht “time-efficient” genug sind, ist uns aber dann doch egal. Denn wie ueberraschend: der Plan funktioniert ueberhaupt nicht. Es gibt staendig irgendetwas sehr sehr wichtiges zu tun, was uns davon abhaelt mit an die Schulen zu fahren. Zum Beispiel Sprinkler sortieren oder eben Loecher buddeln (bin uebrigens ein echter Profi in diesem Gebiet geworden. Der Sparten und ich sind wie fuereinaner geschaffen!). Das ganze geht uns einfach tierisch auf die Nerven. Es fuehlt sich irgednwie falsch an, wir werden was Arbeitsstunden und Urlaubstage angeht wie ganz normale Staff-member gezaehlt, wenn e saber um eigenen Arbeitsplatz mit Tisch und eventuell sogar Computer geht, dann sind wir wieder “nur” die Volunteers. Wenn es irgendwelche Drecksarbeit gibt? Volunteers! Wenn mal weider eine verwirrte Frau aus der Community vor der Tuer steht und irgendwas haben will, wer kuemmert sich? Volunteers! Wer bringt den Muell raus? Volunteers! Es scheint mir so, als wuerde man sich einfach daran gewoehnen, dass die Freiwilligen die Aersche fuer alles sind und Danke wird auch ueberbewertet. Wertschaetzung? Ueberbewertet. Freiwillige die Spass haben? Ueberbewertet. Selbst wenn wir mit in die Schulen fahren, dann versuchen wir mit den Facilitatorn den ganzen Tag moeglichst ausserhalb vom SEED Office zu verbringen, fahren sinnlos durch die Gegend um irgendwie diesem depressiven Buero, in dem ich mich genau in diesem Moment befinde, zu entfliehen. Wir haben nun ein weiteres Treffen mit Sage-Net hinter uns und haben mehr oder weniger entschieden, dass wir nicht mehr hier arbeiten wollen. Die Gruende dafuer liegen auf der Hand (es sind noch mehr als die soeben genannten), doch mal eben so ein Projekt wechseln ist ein Haufen Arbeit und koennte bis zu zwei Monaten dauern. Dann waeren es nur noch drei Monate und dann macht das ganze auch bald schon keinen Sinn mehr. Zur Zeit versuchen Debby und ich eine Schule zu finden, die gerne Volunteers aufnimmt und bereits am Seed Programm teilgenommen hat. So koennen wir offiziell fuer Seed arbeiten, sind aber eigentlich nicht mehr richtig im Team. Wir wuenschen uns dort mehr mit Kindern arbeiten zu koennen und nicht mehr ausgenutzt warden. Das ganze ist aber noch nicht spruchreif, aber nunmal eben die Idee. Gleich haben wir ein Meeting mit Mike, dann noch mit Mike und Lena (von Sage-Net) zusammen und dann sind wir hoffentlich bald hier weg. Ich wuensche mir wirklich in den letzten fuenf Monaten noch mehr persoenliche Ziele zu erreichen, denn bisher habe ich nur gelernt, wie man im Permakultur-Garten arbeitet (was jetzt auch nicht schlecht ist, eben nur eigentlich ueberhaupt nicht mein Ding). Was ich aber sagen kann ist, dass ich mehr als froh bin, dass Sage-net uns so toll unterstuetzt, sich fuer unsere Probleme interessiert und auch bereit ist, alles moegliche in Bewegung zu setzten, um uns zu helfen!

 

Ansonsten moechte ich mich an dieser Stelle auch nochmal bei meiner Schwester Ronja, meiner lieben Meike, die wahrscheinlich im Juli schon wieder hier ist, meinem Sandkasten-Freund Sven und bei meiner besseren Haeflte Goofy fuer euren Besuch bedanken! Es war mal wieder ein Stueckchen Glueckstadt hier unten, wir hatten unheimlich viel Spass und das meiste was wir erlebt haben sollte wohl auch hier unten bleiben =D Ich hab euch wahnsinnig lieb und vermisse euch!

 

Nicht zu vergessen: Mama? Du bist die Beste! Haha ich hab dich lieb, fuehl dich gedrueckt, ja du musstest hier doch einfach mal erwaehnt werden. Ich freu mich immer wenn du anrufst J

 

Das Leben ist schoen!

Ja ihr lieben, im Moment ist hier einfach die Hölle los. Aber das motiviert mich auch, mehr in meinen Blog zu schreiben, denn dann muss ich nicht immer alles doppelt erzählen. Außerdem muss hier sowieso mal mehr rein.

Also mit der Einbruchsache sind wir so verblieben, dass die Polizei nun Fotos von dem Typen hat und wir sollen die anrufen, wenn wir ihn das nächste Mal sehen. Tolle Idee Herr Officer van Blerk, dann sind Sie ja schon mal fein raus aus der Arbeit. Es wurden auch Fingerabdrücke genommen, aber da kommt mit Sicherheit auch nichts mehr nach, es würde mich zumindest doch sehr wundern. Als wäre das nicht genug gewesen für letzte Woche, ist am Freitag folgendes passiert:

Debby und ich waren unterwegs in Woodstock, wir mussten was für die Arbeit einkaufen und nochmal bei der Polizei irgendwas angeben. Gerade bereit um Richtung Arbeit einzuschlagen, fährt uns ein dicker, weißer, neuer, glänzender und wunderschöner deutscher BMW voll in die Fahrerseite (hier links, wohlbemerkt)unseres kleinen, 18 Jahre alten, klapprigen, durch den TÜV gefallenen und natürlich nicht versicherten kleinen Günter (Günter ist unser Auto, seit ca. zwei Wochen, Fiat Uno, Viertürer, von einer ehemaligen Freiwilligen gekauft). Es hat ordentlich gekracht, unserer Stoßstange und unser Licht, inklusive Blinker haben sich verabschiedet und nach den ersten Sekunden im Schock sag ich nur zu Debby: „Das ist jetzt nicht wirklich gerade passiert!“ Mit Warnblinker sind wir zu dem Auto Vorgefahren um alles zu klären. Es steigt eine weiße Businessfrau aus, würdigt uns keines Blickes, fängt an aufzuschreiben, wo das alles passiert ist etc. Dann sag ich erst einmal aus Freundlichkeit „Hey, my name is Sina!“ Ja blöde Idee Sina, das hat sie direkt mal mitgeschrieben. „And your Surname??“ War die Antwort. Wir also kommentarlos Kontaktdaten ausgetauscht und eigentlich wollten Debby und ich aber die Polizei anrufen. Dies wäre aber laut Frau Ichbinreichundihrnicht gar keine Option, wir wären ja wohl in Afrika, da kommt die Polizei nicht bei einem Unfall, da müsste man selber hinfahren und das wäre jetzt nach ihrem ach so wichtigen Terminkalender nicht drin. Und dann ist sie mit einem demütigen Blick davongerast. Mit einer riesen Beule und fetten grünen Kratzern im Heck, wohlbemerkt. Immer noch geschockt haben Debby und ich kurz Revue passieren lassen, was gerade eigentlich passiert ist. Wir waren auf der Linksabbiegerspur, also stellt euch vor, ihr wäret auf der Rechtsabbiegerspur. Da darf man nur abbiegen, nicht geradeaus durchfahren. Und Frau Ichbinreichundihrnicht ist von der äußersten Spur mit viel zu hoher Geschwindigkeit zum Überholen eines Minibusses auf die innere Spur gewechselt. Das heißt, sie hat auf der Abbiegespur schon mal gar nichts zu suchen, außerdem hat sie durch ihre hohe Geschwindigkeit anscheinend den Bogen nicht ganz sauber hinbekommen und hat uns ein paar Meter mitgeschleift, sie hat uns also eigentlich geschnitten, denn sie wollte ganz sicher nicht links abbiegen! Momentmal, wir sind gar nicht schuld, es ist also eigentlich gar nicht so schlimm, dass wir noch keine Versicherung und keinen TÜV und kein eigenes Kennzeichen haben! =D Also sind wir Siegessicher zur Polizei und haben alles gemeldet, mit der Angabe, dass Frau Ichbinreichundihrnicht nicht bereitwillig war, mit uns gemeinsam die Polizeistation aufzusuchen. Wir haben dann erfahren, dass die Polizei bei Unfällen immer kommt, haben wir der Frau wohl nur geglaubt, weil wir ja erst ein paar Tage zu vor drei Stunden auf die Polizei haben warten müssen. Super Tag mal wieder, dass kann ich euch versichern. Die Frau oder eben ihre Versicherung hat sich noch nicht meldet, wir werden da morgen mit unserem Chef mal anrufen und dann soll der sie so ein bisschen zur Sau machen, dass kann der nämlich ziemlich gut, wie ich am eigenen Leib Tag für Tag miterleben darf. Muss auch Vorteile haben ;) Günter hat am Samstagmorgen erst einmal neue Schuhe bekommen, oder anders gesagt, wir haben eben drei neue Reifen kaufen müssen (100 Euro, das ist doch OK oder?)

Der Rest des Wochenendes verlief dann aber gut, ich war zwei Mal mit Debby im Schwimmbad, was sehr gut getan hat, auch wenn kleine dicke Kinder mit Chips tüten im Wasser rumlaufen und die Augen der Bademeister auch nicht von einem ablassen. Außerdem haben Debby und ich das erste Mal einen SEED Stand auf dem Observatory Holistic Markt gehabt. Das hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht, auch wenn wir nicht viel verkauft haben, um halb sieben auf einem Sonntag aufstehen mussten und es relativ heiß war. Ein total abgedrehter Markt war das, lauter Wahrsager und Hippies wollen einem mit Karten die Zukunft vorhersehen, einen massieren oder einfach nur positive Energien durch Handauflegen durch einen strömen lassen. Ich hab mich dann für die Hair-Wrap Variante entschieden und habe jetzt einen kunterbunten Stoffzopf mit Feder, Peace-Zeichen und Perlen in meinem Haar.

Heute Morgen viel es dann auch wirklich schwer hochzukommen, als wir es endlich geschafft haben sind wir aber auch mal wieder nicht weit gekommen, aber nein, diesmal war es nicht Günters schuld! Im Township Philippi und Umgebung waren Aufstände, sodass die Autobahn irgendwann gesperrt war und wir ins Nirgendwo abbiegen mussten. Wir haben dann ein paar Blicke erhaschen können und haben wilde Menschen rumschreien sehen, es war ein riesiges Feuer und alles war voller Blaulicht. Nachdem wir dann knapp vier Stunden durch die Townships in Mitchell’s Plain und Umgebung geirrt sind, haben wir dann auch der Arbeit noch einen netten Anschiss bekommen, wieso wir denn so viel zu spät wären, es hätten sich ja schon alle Sorgen gemacht. Mal abgesehen davon, dass wir angerufen haben um Bescheid zu sagen, wie es aussieht, wenn man sich Sorgen um jemanden ruft man den jawohl mal an! Laut unseres Chefs hätten wir einfach da bleiben sollen wo wir waren, als wir ihn angerufen haben. Ja klar, ich bleib hier neben dem riesen Feuer und rebellierenden Township Bewohnern stehen, ist doch gar kein Problem… Idiot.

Alles in allem geht es mir aber nach letzter Woche wieder recht gut, ich mache mir einfach genügend positive Gedanken und das wird sowieso alles wieder gut. Und es sind nur noch 7 Tage, dann ist meine liebe Ronja endlich bei mir und wir machen Kapstadt und Umgebung unsicher! Wie kann man da eigentlich schlechte Laune bekommen? Ich weiß es nicht, denn ich sitze hier mit einem lächeln in meinem neuen Zimmer, das um einiges schönes ist als das alte und freue mich auf einen Abend mit ehemaligen Freiwilligen, die zu Besuch sind.

Das Leben ist schön, auch in Kapstadt!

Traue niemandem, nicht mal dir selbst!

Gestern ist mal wieder was passiert, nicht, dass es bei uns noch langweilig wird. Als Debby und ich nach der Arbeit nach Hause kamen, fanden wir ihr Zimmer aufgeschlossen auf. Laptop- weg. Spiegelreflexkamera-weg. iPod von Hannah- weg. Na toll! Aufgebrochen war nichts und dann haben wir auch schon eins und eins zusammengezaehlt:

Letzten Sonntag ist Olaf nach P.E. gezogen. In seinem Zimmer hat inoffiziell seit zwei Monaten auch noch ein anderer Typ, Chef/Gipsy, gewohnt.Dieser Gipsy hatte einen Freund, der Nathan heisst. Nathan war eigentlich staendig bei uns im Haus, hat Christoph die Haare geschnitten und mir und Debby die Haende manikuert ( er arbeitet in soeinem Wellness Salon oder so) und ueberhaupt sidn wir immer super mti hm ausgekommen. Also Olaf also ausgezogen ist, hatte Gipsy keine Schlafgelegenheit und seine ganzen Sachen waren auch noch bei Olaf im Zimmer. Er hat also Nathan vorbeigeschickt um zu checken, ob seine Sachen noch da sind. Nathan war also den ganzen Tag bei uns, wie eigentlich immer in den letzten Tagen. Als wir dann ins Bett sind, wollte er auf Gipsy warten um ihn dann reinzulassen, sodas der bei Olaf im Bett schlafen kann (Gipsy arbeitet jeden Tag ca. 15 Stunden muss man dazu sagen). Er hatte dann Olafs alten Schluesselbund. Am naechsten morgen waren beide weg und als wir wiedergekommen sind auch Debbys Sachen. Na toll. Wir also hin zu Gipsys Arbeit. Er hatte keine Ahnung von dem Schluessel, den Nathan hatte. Nathan war selbstverstaendlich nicht zu erreichen. In der Zwischenzeit haben wir auch schon das erste mal die Polizei und den Vermieter angerufen. Beim warten auf die Polizei haben wir dann schon mal Olafs Schluesselband gefunden, was auf jeden Fall bedeutet, dass Nathan nochmal im Haus war, weil er es ja am morgen mit Gipsy zusammen verlassen hat. Er ist also ganz in Ruhe wieder ins Haus, hat alle Tueren draussen aufgelassen, hat Debbys Zimmer ausgeschlossen (die Schluessel bei uns im Haus passen zu mehreren Tueren) und das, was offen rumlag einfach mitgenommen, wieder raus und weg. Da keine Einbruchspuren vorhanden sind und nur in einem Zimmer etwas fehlt, kann es kein ‘profesioneller’ Einbruchgewesen sein. Nach zwei Stunden voller unruhiger Spekulationen haben wir die OBz-Security mit ins Boot geholt. Die sind dann mit Debby zur Polizeiwache gefahren, nachdem diese erst nie rangegangen ist und spaeter die Mailbox angemacht hat. “The person you call is not available” Hallo??? Das ist die scheiss polizei! Da muss doch jemand rangehen. Nachdem Debby also auf der Polizeistation die Geschichte 1.000 mal erzaehlt hat und sie mehreren Flirtversuchen von aufgegeilten Polizisten ausgewichen ist, kam sie schliesslich zurueck ins Haus mit zwei relativ gelangweilten, jungen Poliszisten. Die haben dann die Anzeige aufgenommen etc. Einer der beiden war krank, hat dankend einen Tee abgelhent, dafuer aber nach Taschentuechern gefragt.Suie lachten ueber leere Bierflaschen in der Kueche, haben gefragt welche Sprache man den in Deutschland spricht und wsa wir den so in unserer Freizeit so unternehmen. Ihr Handys klingelten alle 10 Minuten mir Leona Lewis als Klingelton, es war eigentlich alles nur laecherlich. Dann sind wir mit ihnen zu Nathans Haus gefahren. Da war nur sein Bruder und irgendwelche drogenabhaengigen Mitbewohner. Nathans Bruder kann Nathan auch nicht erreichen, er haette ja auch sein Handy geklaut blab la bla… Dann ist die Polizei abgedampft und wir haben erstmal gekocht. Es war dann ungefahr so 23 Uhr. Eigentlich sollen heute noch Leute kommen um Fingerabdruecke zu nehmen, die warden aber wahrscheinlichnie erscheinen, hat die Polizei gestern schon gesagt. =D

Naja, so weit geht e suns gut, das schlimmste am ganzen ist, dass all unsere Fotos aus dem Urlaub in Swasiland und Mosambique jetzt weg sind und auch andere Fotos von der Weihnachtszeit etc. Da Debby eine Versicherung abgeschlossen hat, wird sie also das meiste zurueckerstattet bekommen.

Fazit = Die Polizei in Suedafrika ist nutzlos und notgeil und vertraue niemandem hier, egal wie gut man meint die Person zu kennen.

 

 

Urlaub Teil 1

Blogeintrag 20.01.2012 Frohes neues Jahr, ich lebe noch! Also zu aller erst moechte ich euch noch ein frohes neues Jahr wuenschen udn ich hoffe, dass euers besser angefangen hat als meins! Aber ersteinmal im Dezember anfangen: Dezember in Suedafrika bedeutet nicht unbedingt das selbe wie bei uns zuhause, nichts mit Plaetzchen backen, Baum schmuecken, entspannt Weihnachtsgeschenke kaufen und eine friedliche Zeit verbringen. Hier bedeutet das eher> Wer zu erst aufhoert Party zu machen wir wieder nach Hause geschickt! Wir haben insgesamt 1000x gebraait (gegrillt) und gefeiert wie die Weltmeister, besondere Anlaesse waren ja genuegend da. Meinen 20. Geburtstag haben meine Mitbewohner, Freunde und ich am 18. Reingefeiert, war eine sehr schoene Nacht, bis auf das es geregnet hat. Ja da denkt man naiv, dass man endlich mal im Sommer geburtstag hat und puenktlich um 12 Uhr faengt es an zu regnen. Am naechsten morgen haben meine Maedels michgeweckt, Fruechstueck vorbereitet und mir eine pinke Torte gemacht, Mit dem Brunch sind wir dann mite in paar andern Mitbewihnern an den Strand gefahren und hatten eifach eine tolle Zeit, ja Geburtstag am Strand ist einfach klasse! Am abend habe ich Debby und Hannah dann noch als Dankeschoen zum Thailaender eingeladen.Alles in allem ein toller Tag. Weihnachten haben wir dann alle im Haus zusammen gekocht, uns beschenkt (habe eine Weltkarte bekommen, voll coll =) ) und ein wenig gefeiert. So ging das jeden Tag an Weihnachten. Am 1. Weihnachtstag war ich sogar noch mit meinem Mitbewohner Olaf bei seiner Mutter zum Lunch eingeladen. War super net, die haben Zuhause nen Pool, es gab Sangria und leckeres Essen. Nichts desto trotz kam an Weihnachten ein wenig Heimweh auf, so ganz ohne Hasenbraten ist eben doch nicht das gleiche. Sylvester haben wir eher ruhig zuhause gefeiert, Mitbewohner und Freunde waren bei uns herzlich eingeladen. Puenktlich zum neuen Jahr, um ca. 00:03 am 01.01.2012 hab ich mir dann erstmal ein Stueckchen vom Zahn an einer Sektflasche abgeschlagen. Ja, da hab ich mich am nachsten morgen auch ein zweites mal erschrocken! Muss ich jetzt mal gucken ob ich da dran was machen lasse, ist schliesslich der frontale Schneidezahn. Gegen 16 Uhr began dann zusammen mit Hannah, Debby und Moritz meine Reise ins “richtige”Afrika. Als allererstes sind wir in die Apotheke, hier in Obz und haben uns Malaria Prophylaxe besorgt. Super, 42 Tage lang Antibiotika nehmen, aber was solls. Die Fahrt nach Johannesburg verlief zum Glueck einwandfrei, sind 14 Stunden durchgebrettert und haben dann nur auf grund mangelnder Stadtkarte unser backpackers nicht gefunden, was in Joburg bedeutet 2 Stunden rumfahren, Pommes essend Jogger nach dem Weg fragen und versuchen eine Wegbeschreibung auf Zulu zu verstehen!Endlich angekommen haben wire in wunderschoenes backpackers aufgefunden, in dem wir unser eigenes Zimmer bekommen haben, es einen Pool gab und unser Auto in Sicherheit stand. Moritz und ich sind dann erstmal in den Pool gehuepft und haben uns ein Bier gegoennt. Nach einem langen anschliessendem Schlaf sind wir im spaeten Abend noch Essen gegangen und haben die erste Einnahme der Malaria-Pillen auf hoechstem Niveu celebreirt. Am nachsten morgen haben wir erstmal schoen gefruehstueckt und haben uns dann dazu entschlossen uns Johannesburg auf eigene Faust anzugucken. Entpuppte sich schnell als unglaublich schwierig ohne Karte, sodas wir nach ca. 2 Stunden das Apartheitsmusem gefunden haben. Dort war es total interessant, wen nuns da man nicht die Sonne und die Malaria-Pillen in Kombination einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Nach zwei Stunden ware Debby und ich so platt, dass wir uns hinsetzten und Wasser getrunken haben. Nach ner halben Stunde haben wir uns dann dazu entschlossen den Rest des Museums durchzusiehen, wenn auch ohne Text und nur mit Bildern. Am Abend sind wri wieder essen gegangen und haben ein kleines Fazit ueber Joburg abgegeben: Joburg ist dreckig, voller Menschen, die Kriminalitaet ist hoher als in Cape Town (was wir allerdings schon vorher wussten und somit vielleicht auch nur uebervorsichtig waren), es ist heiss, das Backpackers und das Essen waren super. Abschliessend haben wir uns dann auch nochmal das Stones in Joburg angetan, nein, keine Woche ohne Stones meine Freunde, nicht mit mir und Hannah. Weiter ging die Reise am fruehen morgen nach Swasiland. An der Grenze verlief alles soweit gut, das einzig unheimliche waren folgende Schilder an manchen Stellen der Strasse: Don’t STOP! Crime alert! Haben wir uns dann einfach mal dran gehalten, auch wenn links und rechts nichts weiter zu sehen war als gruene Wiesen und ab und an mal eine Herde Kuehe. Unser Backpackers lag an einem Hang und war einfach nur super. Einen Pool, einen kleinen Bebihund, ein Zimmer fuer uns alleine, Affen auf dem Gelaende und alles innerhalb von ca. 30 Minuten zu erreichten, was wohl einer der Vorteile ist, wenn man ins zweit kleinste Land Afrika reist. In Swasiland angekommen haben wri den Abend mit einheimischen Essen und Kartenspielen ausklingen lassen. Am naechsten morgen sind wir dann in eine Art Dorf der Ureinwohner gefahren, haben dort einen Wasserfall und eben deren Dorf, inclusive Gesang und Tanzstunde. Am naehctsen Tag sind wir in einem Naturpark ausgeritten, sehr zur Freude von Moritz (NICHT!), der aber auch immerhin die erste Stunde durchgehalten hat. Es war einfach atemberaubend schoen. Auf dem Ruecken eines Pferdes, vorbei an Zebras, Nilpferden, Springbocks, Krokodilen und Wildschweinen. Nach zwei Stunden in der prallen Sonne tat uns dann aber auch der allerwerteste weh! Am anbend bin cih dann noch mit Debby ins Kino gegangen, was nach dem Reiten nicht unbedingt die cleverste Idee war  Nach einer weiteren Mau-Mau-alle gegen Moritz – Schlacht am Abend ging es dann weiter nach Mosambique, das Abenteuer began. Wie viele von euch wahrscheinlich wissen ist Mosambique ein von Korruption beherrschtes Land, das noch vor einigen Jahren vom Kommunismus beherrscht wurde. So lag unser Backpackers beispielsweise direct hinter der Karl Marx Avennue in der Mao Tse Tung Avennue. Aber zu allererst einmal lag eine grosse Huerde vor uns ueberhaupt ins Land reinzukommen. Die Grenze zu Mosambique, inclusive ein 30 Tage Visa zu erhalten. Schaffen wir schon irgendwie, haben wir vorher gesagt. Haben wir auch, soviel kann ich jetzt schon sagen. Unsere erste Frage an der Grenze war: Koennen wir mit Kreditkarte bezahlen? Klar, kein Problem sagt eine eher unfreundliche Beamtin. Direkt nach Verlassen des Autos wurden wir direkt von einem einheimischen verfolgt, zugelabert und so weiter. Er hatte auch eine karte um den Hals, von wegen er wuerde da arbeiten und uns ja nur helfen wollen. Hat er anfangs auch, den all die Papiere sind auf portugisisch, was von uns ungluecklicher Weise keine sprechen kann. Er also brav alles uebersetzt und wollte dann immer, dass wir uns ganz doll beeilen, warum auch immer, gestresst hat der auf jeden Fall total. Dann, als es ums bezahlen ging (60 Euro by the way), hat dieser Ty omit der Beamtnin auf portugisisch gesprochen und zack, da konnte man dann ploetzlich doch nicht mehr mit Kreditkarte zahlen. Das waere ja noch nie gegangen. Und dann stehen wir da, ohne Passport und ohne Bargeld. Der “hilfsbereite”Mann hat uns dann eine sondergenemigung ausstellen lassen, sodas Hannah und ich mit dem Typ im Auto ueber die Grenze fahren durften, um am naechsten Geldautomaten abzuheben. Ob ich Angst hatte? JA! Und dann kame r auch schon die ganze Zeit mit “You must give me a german present!”bis Hannah ihm irgendwann versprochen hat ihm Geld zu geben. Wieder an der Grenze angekommen haben wir dann bezahlt und unsere Visas bekommen. Komischer Weise hatten die an der Grenze nichtmal Wechselgeld, wo doch tagtaeglich hunderte Menschen diese passierten und alle zahlen muessen. Ich hab dann kurz mit dem Beamten disskutiert und schliesslich mit den Worten “It”s fine, keep my ***ing money” das grenzbuero verlassen. Ja war nciht so schlau, hat der Affe aber eh nicht verstanden. Ausserhalb des Gebaeudes war ausserdem weit und breit keine Spur von dem Mann, der Geld von uns haben wollte. Da hab ich die anderen angehauen so schnell wie moeglich ins Auto zu steigen und und zu verdreucken. Mit quitschednen Reifen sind wir dann immerhin zur Schranke gekommen, wo dann erstmal weider Ausweise etc. kontrolliert wurden. Immer nervoeser werdend, da der “hilfsbereite”mann bestimmt jeden Moment wieder auftauchen koennte, mussten wir dann auch noch den Kofferraum aufmachen. Ganz oben lag ein Kanister mit Wasser und einer mit Speiseoel. Da fragt der Soldat, wohlbemerkt, ob wir das den auch wieder auf dem Rueckweg mit dabei haetten. Wie bitte?! Hannah hat dann geantwortet, dass wir das Wasser dann eventuell doch trinken warden, worauf er verstutzt in unsere Augen blickte. Verdammt, man darf hier doch keinen Spass machen. aber ein kleines laecheln konnten wir dem Soldat dann doch auf die Lippen zaubern. Und dann haben wir es geschafft! Wir waren in Mosambique! Mit Bonny und Clyde von den Toten Hosen ging es dann ueber riesige Schlagloecher rein nach Maputo. Maputo. Maputo ist ungefahr so wie Johannesburg, dreckig, unfreundlich und unglaublich heiss! Unser Backpackers hatte das erste mal keinen Pool, und die Muecken wurden auch mehr. Trotzdem waren wir alle heilfroh so weit gekommen zu sein. Haben am Abend dann noch ein paar nette leute aus aller Welt dort kennengelernt, bevor wir dann in einen mehr oder weniger erholsamen Schlaf, bei 30 grad und 14 Leuten in einem Zimmer, gefallen sind. Am naechsten morgen sind wir dann weider ins Auto, wo die schoene Klimaanlage auf 4 lief, um uns Maputo anzugucken. Da es Sonntag war, war auf den Strassen zum Glueck auch nicht sehr viel los, udn dann ZACK, erste Polizeikontrolle. Da ich gefahren bin, habe ich auch zuerst mit dem Policeofficer gesprochen. Der hat sich dann erstmal darueber aufgeregt, dass ich kein portugisisch sprechen kann und das man dann ja nicht in so ein Land kaeme. Tja, schade, kann ich aber nunmal nicht. Fuer ein Wendemanoever an einer angeblichen Wendemanoeververbotszone, wollte er dann schonmal eben so 2000 Metical. Wir haben dann 1000 gegeben, damit war er zufreiden (Metical kann man geteilt durch 30 in Euronen umrechnen). Keine 30 Minuten spaeter, ZACK, von dem Militaer angehalten, was in Mosambique irgendwie den gleichen Stellenwert hat wie die Polizei, doch das Maschinengewehr vor meiner Nase hat mir trotzdem gewaltigen respect eingefloesst. Haben angeblich eine Strasse gekreuzt, an der man das nicht darf. Dankeschoen, die naeschten 500 Metical weg. Juhu, I Love Corruption, war ab dem Moment dann das Urlaubsmoto. Um uns Maputo irgendwie schoen zu machen fuhren wir zum Strand. Aber eeeehhh wieder enttauschung vom feisnten. Nichts mit blauem meer und weissem Strand. Dreck, Menschen ueberall, braunes Wasser, ekelhafter Geruch. Das sah doch auf den Bildern im Internet ganz anders aus! Immerhinwaren kleine suesse Fischersboote im Wasser, die an Mini-Piratenschiffe erinnern und es gab wunderschoene Tuecher und Stoffe, sowie Kokousnuesse und andere Fruechte am Strassenrand. Haben uns dann ein kleines Restaurant am Meer gesucht, das billigste auf der Karte bestellt und uns immerhin noch ein Bier gegoennt. Zurueck im Backpackers folgten dann noch einige weitere. Diese Enttaeuschung musste irgendwie ueberwunden warden. Mehr verkatert als wach und bei der Sache wollten wir am naechsten morgfen Maputo Richtung norden verlassen. Weit kamen wir natuerlich nicht, STOP Polizei. Na was hatte der eine Typ im Backpackers heute nacht noch gesagt? Irgendwas vonwegen gelbe Warnweste oder so. Und wollten wir nicht eigentlich gleich direct eine kaufen. Mist, haetten wir das man gemacht. Diesmal wollte der Policeofficer 3000 Metical haben. Mit einem etwas tieferen Ausschnitt und daemlichen laecheln haben wir Maedels uns dann bloed gestellt und haben gesagt, dass wir nur 200 haetten. Hat funktionert, mit einem “God bless you” lies er uns passieren. Der Weg nachTofo war lang, aber auch sehr aufregend. Frauen die Kiloweise Sachen auf den Koepfen tragen, die aeltesten Fahrraeder der Welt, Piri-Piri-Soucen Staende, Cashewkerne in Plastiktueten an Baeumen, Palmen ueberall. Geschlafen hat auf der Strecke kaum einer im Auto. Angekommen in Tofo fehlen uns Worte und verstand. Das Backpackers direct am Traumstrand unter Palmen, das Wasser blau und klar, dazu mega warm und wellig, die Zimmer relative kuehl und sicher waren wir dort dank security auch. WOW! Leute, wenn ihr mal in Mosambique seit, dann duerft ihr das wirklich nicht auslassen! Im Sonnenuntergang sind wir noch schnell in die Wellen gehuepft, anschliessend haben wir uns im Liegestuhl auf der Terasse des Backpackers Cocktailsbestellt und enfach nur genossen. Der naechste Tag verlief ungefahr genau so. Strand, Bier, essen, Strandparty, duschen im Regenwasser (stinkt wie sau sag ich euch) und in der Haengematte. Debby und ich waren schnorcheln, haben einen Walhai von ganz nahem gesehen, ihn fast beruehrt. Beruehrt wurde Debby allerdings von einer Qualle, woraufhin ich auch keinen Fuss mehr ins Wasser setzte. Die war von Kopf bis Fuss rot, hat sich ueberll kratzen wollen und hat ca 30 Minuten echt gelitten. Es war einfach oerfekt in Tofo. Einfach ein Ort, den man nie wieder verlassen moechte. (Uebrigens gab es in Mosambique eine Woche nachdem wir da waren die heftigsten Ueberschwemmungen seit jahren, da haben wir unendliches Glueck gehabt!!!) Dann der Anruf im Backpackers. Lisa, unsere Mitbewohnerin, die auch in Mosambique zeitgleich urlaub gemacht hat, auf Vilankunos ausgeraubt wurde, weil sie allein gereist war. Deshalb sind nach der dritten Nacht in Tofo wieder zurueck nach Maputo aufgebrochen, um Lisa dort abzuholen und mitzunehmen. Dann passierte das fuer mich so gut wie schrecklichste der ganzen Reise. Auf der Hauptstrasse, welche wir befuhren, waren immer Menschen und Kuehe und kinder auf fahrraedern etc. am Strassenrand. Dementsprechend vorsichtig ist man unterwegs. Ich war Fahrerin, sah in ca. 150 Metern einen ca. 9 Jahre alten Jungen, der ueber die Strasse rennen wollte. Ich bin von ca 100 auf 70 km/h runtergebremst, sodas er losrann. Leider guckte er nur auf unser Auto, guckte mir in die Augen. Er hat nicht auf die andere Strassenseite geschaut und dann war da schon der grosse Knall. Er wurde von einem Bakki mit Anhanger auf der Gegenfahrbahn mitgenommen, flog durch die Luft und lag tot im Strassengraben. Ich hab sofort eine Vollbremsung gemacht, genauso wie das Auto, welches ihn anfurh. Wir haben im Auto diskutiert. Was machen wir jetzt? Hingehen und helfen? Ja? Nein? Was wuerdest du tun? Wir entschieden uns nicht auszusteigen und zu helfen. Wir sprechen deren Sorache nciht, es waren Leute unterwegs, die Hilfe suchten und auch der Fahrer war vor Ort. Aus Angst, dass wir am Ende die Schuldigen sind, aus Angst den halbtoten Jungen ins naechste Krankenhaus zu fahren, aus Angst einen toten Jungen zu sehen, sind wir weitergefahren. Ich werde sein gruenes T-Shirt, seine kauptte kurze Hose und seine nackten Fuesse auf dem heissen Asphalt so schnell nciht weider aus dem Kopf kriegen. Im Auto war Stille. Nach ein paar 100 km sahen wir das naechste Krankenhaus. Uns ist ne ein Krankenwagen entgegengekommen. Kurz hinter diesem Krankenhaus wurden wir dann mal weider von der Polizei rausgewunken. Wir seien zu schnell gefahren, was ich nach dieser Aktion ganz stark bezweifle. Jedenfalls sind wir mit 200 Metical und einem Heiratsantrag, den ich dankend ablehnte, davongekommen. Diesesmal wollten sie sogar den Fuehrerschein sehen, wow! Gegen spaeten nachmittag kamenw ir in Maputo an, wo wir uns mit Lisa im Backpackers trafen. Nach einer etwas laengeren Streitbewaeltigung mit ihr war der tag dann zum Glueck endlich vorbei. \ Der Plan fuer die Rueckreise war dann ueber Porto Dor den suedlichsten Grenzuebergang zu Suedafrika zu nehmen und dann via Garden Route zurueck nach Kapstadt zu kommen. Wenn das man so schoen gelaufen waere. Inzwischen mit fuenf Leute im Auto wurden die Strassen immer katastrophaler. Die Schlagloecher auf der Strasse immer grosser, die Panzerspurrillen immer heftiger und die Steine mitten auf der Strasse immer riesiger und unausweichbarer. Wenn mal Menschen zu sehen waren, haben diese gelacht uns zu sehen und freundlichst gewunken. Auf der Karte war die naechste Stadt auch nicht mehr weit, was ein Glueck, wir haben naemlich bald kein Benzin mehr. Nach ca einer Stunde war dann da diese “Stadt, die kleiner als Borsfleth ist, uns auch die Tankstelle. Schnell ab zum Klo gehuscht. Da vor Ekel ersmal fast gespuckt, schnell weider raus und tanken. Doch ungluecklicher Weise hatte die Tankstelle nur noch Diesel, wir aber brauchten Benzin. Am Nachmittag waere wieder Benzin da, so gegen halb 4 (es war ungefaher 11). Dann trafen wir einen Konvoy Jeeps, irgendwelche superreichen Menschen mit Life-Guards, Benzin und Funkgeraeten ausgestattet Wir erzaehlten von unserem Problem und dass wir die Grenze moeglicht bald erreichen wollten. Sie lachten natuerlich mal wieder, wie alle anderen auch. “with this car?” Ja verdammter Msit, with this car. Warum fragen das denn alle! Wir wurden aufgeklaert: Die grenze kann man nur mit einem Landrover und Allradantrieb ueberquaeren. Es waere zu sandig auf der Strasse um mit einem normalen Auto dort langzufahren. Wir bekamen Tips von ihnen, wie, fahrt nicht zu schnell, dann fliegt ihr uebr die Sandhuegel und bleibt stecken, fahrt nicht zu langsam, dann bleibt ihr stecken, wenn ihr stecken bleibt, dann last vorne 45 Sekunden lang die Luft aus den Reifen, dann kommt ihr evtl wieder raus, fragt einen jeep, ob er vor euch fahren kann und ech somit evtl rausziehen koennte und ja by the way, habt eih genug Wasser dabei, es sei sehr heiss heute. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!! Auf unserer Frage ob wir es den evtl schaffen wuerden, schuette er den Kopf und riet uns zurueck nach Maputo zu fahren und von dort aus ueber Swasiland zurueckzukehren. Da ich Fahrerin war hab ich das dann einfach ganz schnell entschieden und wir sind ein paar weitere Stunden ueber die Rumpelbumpel Strasse zurueck nach Maputo. Ich bin insgesamt knapp 6 Stunden auf einr Strasse gefahren, die nie geteert war, die 1000 und aber1000von Schlagloechern hatte, die zum Teil von Kuehen blockiert wurde, die zum teil so voll Sand war, dass wir fast stecken blieben und dessen Strassenrand voll mit Kindern, die Pfeil und Bogen in der Hand hatten war, welche uns ausserdem deutlich machten, uns zu beeilen, indem sie ihren Zeigefinger langsam ueber ihre Kehle fuhren liessen.

Urlaub Teil II

 

Nachdem wir also einsehen mussten, dass wir den südlichsten Punkt Mozambiques niemals erreichen werden und umdrehten, endete die Straße irgendwann an einer Fähre und am anderen Ende des zu überquerenden Gewässers wartete die Metropole Maputo, die wir am morgen frohen Mutes verließen. Wir warteten ca. eine Stunde an der Fähre, also glückstädterische Verhältnisse, und dann wurden wir über eine Holzbrücke auf eine relativ große, graue, alte, schäbige Fähre gelotzt auf dessen Ladefläche Platz für ungefähr 15 Autos war. Wieder mussten wir einsehen, dass es eine dumme Idee war mit unserem Auto in Richtung Süden zu fahren, wir waren der einzige „Nicht-Jeep“. Mal wieder von Todesangst gequält hatten wir nach 20 Minuten wieder festen Boden unter den Füßen, in Maputo, mit annehmbaren Straßen und vor allem erst einmal Tankstellen. Voll getankt machten wir uns dann auf den Weg zur Grenze zu Swasiland, die wir schon auf dem hinweg überquert haben. Es wurde allerdings immer später, sodass ich, die sonst immer noch irgendwo einen positiven Gedanken fassen konnte, langsam still wurde. Ich hatte Angst, dass wir es nicht rechtzeitig zur grenze schaffen, da diese um 20 Uhr schloss, ich hatte Angst im dunkeln über die Grenze zu fahren, ich hatte Angst in Swasilang im Dunkeln umherzuirren, ich hatte einfach nur noch Angst und Zweifel, jemals wieder irgendwo sicher anzukommen. Zu meiner Überraschung lief aber ab Maputo wieder alles wie am Schnürchen, rechtzeitig an der Grenze angekommen, ohne Probleme ausgereist, in Swasiland von der Polizei angehalten werden, allerdings nur um sicherzugehen, dass unser Licht funktioniert, alles andere wäre im dunkeln nämlich zu gefährlich (sehr schlau gedacht, Herr Polizist habe ich gedacht, ohne Licht sieht man auf Ihren unbeleuchteten Straßen auch nichts) und gegen 22 Uhr in dem wunderschönen Backpackers ankommen, in dem wir auf der Hinreise schon untergekommen waren. Ich habe in meinem leben noch nie so gut geschlafen, dass könnt ihr mir glauben!

Früh am nächsten morgen brachen wir auf in Richtung Südafrika. Der Plan war bis zur Wild Coast zu kommen und dort den frühen Abend und die Nacht zu verbringen. Die Fahrt fing auch wie immer super an. Gut gelaunt und voller Begeisterung über die tollen Straßen und die problemlose Grenzüberquerung (die wir übrigens mit „We are the champions“ von Queen hinter uns gelassen haben) ging es an wieder Richtung Küste. Wir haben den Teil, der nur mit Jeep befahren werden kann also quasi umfahren. Nachdem ich die erste Fahrerschicht übernommen habe und von dem Recht in Anspruch nahm, nicht mehr zu fahren, da ich schließlich am vorherigen Tag Rallyfahrerin war, das Steuer an Hannah abgab, sind wir davon ausgegangen noch ca. 5 Stunden fahren zu müssen. Moritz, Debby und ich haben dann leichtsinnigerWeise ein wenig Alkohol getrunken um uns wieder aufpositive gedanken zu ringen und wieder Spaß am Urlub zu bekommen, den wir auf jeden Fall auch hatten. Wir haben gesungen, gelacht und jede Tankstelle mitgeommen um irgendeinen Blödsinn zu kaufen oder eben um die Blase zu entleeren. Leider waren wir nach fünf Stunden nicht am Ziel. Wir waren noch lange nicht am Ziel. Nicht einmal ansatzweise! Wir waren in den Bergen, es wurde dunkel und nebelig und Hannah immer noch am Steuer, wir konnten ja alle nicht mehr. Vor der Wild coast kam aber auch kein anderes Backpackers mehr, was wir ersatzweise hätten nehmen konnten. In den bergen wurde es nebelig, so sehr, dass man kaum noch etwas erkennen konnte. Hannahs Nerven langen schon bald blank. Wir konnten ja nicht tauschen. Letztendlich haben wir unser Backpackers nicht nach fünf, sondern nach 12 Stunden erreicht, wovon die letzen zwei Stunden noch mal so eine Rumpelbumpel-mosambique-mäßige Straße war. Hannah unter Tränen, wir unter Schuldgefühlen, bekamen wir unser Zimmer, haben zusammen noch ein Bier getrunken und waren off. Früh am nächsten morgen haben wir dann erst einmal gesehen, wo wir uns eigentlich befanden. Wir waren an einer Bucht, direkt am Meer, wilde Pferde überall, es war überall grün und wunderschön. Nur die Straße eben nicht. Naja, sind wir ja nicht anders gewohnt, dachten wir noch und BUM dickes Schlagloch mitgenommen. Das übliche ssssssssssschhhhhhhhhhhhhhhaaahhhhhhhhhh ging durchs Auto und nach und nach merkten wir, dass unser Auto nicht mehr so richtig beschleunigte. Auch das noch. An der nächsten Tankstelle haben wir dann mal rund ums Auto geschaut und da, wo eigentlich ein Auspuffohr rausguckt war nur noch ein großes, geschmolzenes Loch. Außerdem war uns in der Nacht jemand voll ins Auto gefahren, sodass wir links einen riesen Kratzer und eine Beule hatten. Super! So langsam konnten wir nur noch lachen. Ich also bei Eurocar angerufen. Das Gespräch verlief ungefähr so:

„Hello, this is Sina speaking. We have a kind of a problem….Sombody chrashed into our car this night, there is a big scratch on the left sight, bla bla bla bla Oh ja and by the way, we lost our exhorsting pipe (oder wie man das schreibt, heißt jedenfalls Auspuff)..somehow…äähmm..don´t know when, no, we haven´t find it, we are close to East London…we are going to Cape Town..oh okay cool, thank you so much, bye!“ Die anderen gucken mich mit großen Augen an. Ich erzähle, dass wir uns in East London am Flughafen ein neues Auto abholen können und wir haben minutenlang nicht aufhören können zu lachen. In East London haben wir dann erzählt, dass wir die teuerste Versicherung haben und ohne mit der Wimper zu zucken gesagt, dass wir jetzt hier auf keinen Fall irgendwas drauf zahlen, stiegen wir in ein funkel- nagel neues Auto ein und hinterließen ein vollgequalmtes, sau-dreckiges Auto, ohne Radkappen und ohne Auspuff. Man, war das ein schönes Gefühl mit Speed die Berge hoch zu jagen. Haben übrigens wirklich nicht dafür draufzahlen müssen, Europcar hat bei der Abgabe des Auto zwar ein bisschen blöd geguckt, aber sich auch nie wieder gemeldet. Letztendlich verlief das  aller letzte Stück dann problemlos und wir erreichten Cape Town am Montag den 16.01. um 00:30 Uhr. Dem selben Tag, an dem wir auch wieder zur Arbeit mussten. Wir haben natürlich verschlafen.

Liebe Leser, ich kann euch nur eins sagen, das war der schrecklichste und geilste Urlaub meines Lebens in einem!

Ich war noch nie so froh wieder hier zu sein im „sicheren“ Kapstadt.

Das Ganze Spektakel hat mir noch ca. zwei Wochen in den Knochen gelegen. Dazu kamen nochpersönliche Probleme und Stress auf der Arbeit. Ich war noch nie so nervenschwach und dauermüde, aber auch das ging wieder vorbei. Ich bin auf jeden Fall in und an den letzten Monaten gereift und ein Stück erwachsener geworden. Jetzt freu ich mich darauf, mit meiner Schwester Ronja, die mich in drei Wochen besuchen wird, herumzufahren und den Rest vom Sommer auszukosten. 

 

Alltag dort, wo andere Urlaub machen!

Oh ja, das klingt schoen nech? Alltag dort, wo andere Urlaub machen! Die Zeit rennt so vor sich hin, arbeiten, muede sein, hier was unternehmen, ja immer alles mitnehmen und ganz nebenbei noch Englisch filiessend sprechen. Ja, die ersten zwei Monate sind wie im Fluge vergangen. Die letzten Wochen waren auf der Arbeit relativ entspannt. Da es hier Schuljahresende ist, haben wir mit den Klassen zusammen das Gemuese aus den Gaerten geerntet und verarbeitet. Ob Kochen in einer Schule mit 900 hungrigen Kindern eine gute idee war? Definitiv NEIN! Ein Beispiel:

Primary School leiden (mal wieder in Delft) hat das ganze jahrn icht besonders viel fuer den Garten getan, wir haben eigentlich das ganze Gemuese mitgebracht oder von anderen Schulen abgekauft. Die Kinder haben eigentlich ganz gut mitgearbeitet, hier und da flog mal ein Messer (kein Witz!!) aber im grossen und ganzen verlief das Kochen doch ganz gut. Dann ging es allerdings ums Essen. Wir haben versucht die Teller schon fertig zu machen, sodass die kids einfach nur einen Teller nehmen muessen udn essen. Dann waren die Kinder aber zu frueh, wir sind nicht hinterher gekommen, es kamen immer mehr Kinder und eh wir uns vertan haben waren um die 50 schreiende Kinder um uns rum, die Hunger haben und sich gegenseitig so gedraengt haben, dass richitge Loveparade Stimmung aufgekommen ist. Erst nach 10 Minuetigem Schreien und wegscheuchen, mit hilfe der Schulsecurity, haben wir die Lage wieder in den Griff bekommen. Meine Guete war das ein Tag! 

Die anderen feste verliefen dafuer aber friedlicher, haben schoene Momente erlebt, die diesen Tag dann ein kleines bisschen ausgleichen koennen. 

Ansonsten hab ich mich sogar aeusserlich veraendert, habe mir ganz spontan die Lippe piercen lassen, sieht super aus, muss nur noch verheilen =)

Haben am Wochenende immer viel Spass, kann nicht ueber das Kapstaedter nachtleben klagen. Wer Details moechte, soll mich doch lieber selbst fragen, gehoert nicht zwangslaeufig an die Oeffentlichkeit ;)

In unserer WG laeuft es auch super, sietzen oft nach der Arbeit oder an Sonntagen auf der terasse und geniessen die Sonne, lesen einbisschen oder quatschen. Die Mitbewohner wechseln auch staendig, aber da hab ich eigentlich kein Problem mit. 

 

Soo, bin auf der Arbeit und muss los, der Bood Bus ist schon da (Monika, du weisst was ich meine ;) )

 

 

 

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    Juicers Reviews (Sonntag, 14 April 2013 17:02)

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Selbstjustiz vom Feinsten!

Wow, jetzt Weiss ich, warum alle immer von Kulturschock sprechen! Ich war gerade an der Kairos Primary School im Township Delft. Nichts ahnend habe ich mit einem sehr netten Lehrer ueber Deutschlands Wiedervereinigung gesprochen, da passierte es> Direkt vor unsrer Nase, hinter dem Schulzaun rannte ein Mann aus einem der Minibusse. Es war offensichtlich, dass er in dem bus jemand ueberfallen hatte. Doch weit ist er nicht gekommen. Ein rotes Auto hielt sofort an, Fahrer und Beifahrer schnappten sich den Dieb und kruegelten erstmal ordentlich drauf los. Dann haben Sie ihn in den Kofferraum gesteckt und gekidppnapt.  Es standen dann ungefaehr 30 Leute um das Auto rum, es wurde hitzig disskutiert, geschrien, es war einfach nur hektisch. Dann ist das Auto losgefahren. Netterweise hat der Lehrer mir dann erklaert, dass das Auto nicht zur Polizeistation fahren wird (das hatte ich nun vermutet), sondern dass sie den Dieb ausserhalb des Twonships wahrscheinlich toeten waerden.  Er lachte, fand das ganze Spektakel relative amuesant, ich hingegen bin seit dem nur noch sprachlos. Wie g esagt, Selbsjustiz vom feinsten!

 

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15.10.2011 nearly one month now!

Es ist Samstagabend und ich habe endlich mal wieder Zeit gefunden , um einen Bericht zu schreiben. Was so passiert ist, die letzten 2 Wochen? Ungefähr so viel, dass ich nicht wirklich weiß, wo ich anfangen soll. Ich fang einfach mal mit der Arbeit an:

Letzte Woche hatten wir bei Seed einen 5-day-permaculture-workshop, der einmal jährlich für Lehrer, Hausmeister und Community-Gärtner stattfindet und eigentlich ein grober Crash-Kurs in Permakultur ist. Ein absolut perfekter Zeitpunkt für Debby und mich, da wir in Sachen Garten und Permaculture auf jeden Fall noch viel, viel zu lernen haben. Wir hatten eine sehr nette Gruppe mit ca.35 Personen.  Ich persönlich fand es fast spannender die Menschen an sich kennenzulernen. DDas konnte sih zwischenzeitig auch als schwierig gestalten, weil viele Mitglieder der Gruppe regelmäßig in einen erholsamen Schlaf fielen, während Bood und Mzu( Mitarbeiter von Seed und meine „Vorarbeiter“) sich vorn an der Tafel abmühen. Zugegeben, es hatte schwer was von Schule und auch mir sind ganz vielleicht ab und zu mal ganz, ganz kurz die Augen zugefallen, aber das ist gar nichts im Vergleich zu den Hausmeistern und Lehrern. Morgens sind sie müde, weil es so früh ist. Um 10 Uhr haben wir zusammen gefrühstückt, danach waren sie dann von dem Essen müde. Dasselbe dann nochmal um 13 Uhr, nach dem Lunch. Keine Chance nicht müde zu sein! Das Essen haben wir von einem Koch bekommen, der sich ebenfalls mit Permaculture auseinander setzt und es gab dann immer etwas, was man leicht selbst machen kann oder eben Gemüse aus dem Permaculture Garten.  Interessantes Essen, nicht immer mein Geschmack aber ok, haben also sehr gesund gelebt letzte Woche. Es haben aber auch viele Mitgearbeitet und es war wohl produktiver als die letzten Workshops.  Zwei nette Damen haben dann morgens immer mit uns beten wollen, war auch sehr interessant. Erst das  Vater unser für die Christen, dann irgendwas auf Hindu und dann noch ein muslimisches Gebet. Ich war beeindruckt, wie tolerant die Teilnehmer darauf reagierten und bin positiv überrascht gewesen. Diese Woche war irgendwie so die richtig erste Arbeitswoche. Mein Tag sieht dann ungefähr so aus, dass wir gegen 8 Uhr auf der Arbeit sind, dann erstmal einen Tee trinken, anschließend den Pick Up beladen mit Pflanzen oder was immer wir auch brauchen. Dann fahre ich mit Bood in die Schulen. Dort gibt es immer was zu tun. Es kommt dann eine Klasse zu uns in den Garten und wir pflanzen dann z.B. zusammen Hecken, Gemüse o.ä., pflegen alles und bauen auch mal was neues. Donnerstag haben wir z.B. einen Kompost gemacht und auch noch 6 Bananenbäume gepflanzt. Das komische war, dass wir an einer High School waren und mit 12. Klässlern zusammengearbeitet haben. Die sind ja kaum jünger als ich, ich hab mich also im Hintergrund gehalten und hab mich auch ein bisschen unwohl gefühlt. Mit den Grundschul-Kids macht es mir aber sehr viel Spaß, auch wenn da richtige Racker zwischen sind, die dann die Pflanzen kaputt machen oder mich auf Xhosa beleidigen. Gegen 14 Uhr fahren wir dann wieder zurück in das Büro und unseren Hauptsitz und helfen dann dort im Garten oder wir finden irgendwas anderes, was wir machen können. Gestern haben Debby und ich z.B. Schilder für die Beete gebaut. Es macht bisher viel Spaß und es ist auch sehr abwechslungsreich. Ich bin auch schon gut im Seed-Fieber. Ich achte immer auf die Erde oder die Pflanzen und freu mich dann, wenn ich den Namen kennne.

Aber genug von der Arbeit. Letztes Wochenende war Henning aus Glückstadt hier. Wir waren zusammen auf der Longstreet, der Cape Town City Partymile. Leider hatten die Leute aus Südafrika, die ich nun schon ganz gut kenne, keine Zeit und wir waren alleine. Mit den einheimischen ist das schon besser, die wissen wo wir hingehen können und überhaupt. Naja, es war aber schön mit Henning über Glückstadts neuste Klatsch- und Tratschgeschichten zu reden und jemanden da zu haben, der einen kennt. Am Abend davor war ich mit Vanessa und zwei anderen Jungs aus Südafrika in der Groove-Lounge, hier in Obz und wir waren die einzigen Weißen dort. Es hat sich sehr komisch angefühlt und ich hatte auch den Eindruck, als ob uns alle immer angeguckt haben. Nicht gerade Vorteilhaft, wenn man eh schon nicht so gut tanzen kann, wie die Afrikaner/innen. Hatten aber auf jeden Fall Spaß. Sonntag war ich dann mit 3 anderen Mädels unterwegs. Sind mit einem geliehenen Auto  über Saimonstown zum Cape Point/ Cape ofgood Hope gefahren. Was für ein Tag! Wale, Pinguine und Straße in freier Natur gesehen, Klippen hoch und runter gekrakzelt und eine tolle Zeit gehabt. Ehrlich gesagt lässt sich der Tag nicht in Worte fassen. Hab am Cape Point dann auch lustiger Weise Henning mit seine Family getroffen. Den Kerl wird man auch einfach nicht los, nichteinmal am Ende der Welt! ;)

Der heutige Tag ist genau so schwer in Worte zu fassen. Die Mädels von SAGE und ich  haben uns ein Auto gemietet und sind nach Hermanus, eine kleine Stadt außerhalb Kastadts, die berühmt für Wale-Watching ist, gefahren. Die Fahrt alleine war schon aufregend. Verdammt, das Lenkrad ist einfach auf der falschen Seite! Wer hat wo Vorfahrt, auf welcher Seite muss ich jetzt fahren? Ja wir haben viel gelacht im Auto und ja, wir leben noch. Als wir nach ca. 1 ½ Stunden angekommen sind war es unglaublich. Die Wale schwimmen wirklich dicht am Strand, man hat das Gefühl man könnte sie anfassen, wenn man nur ein kleines bisschen schwimmt. Das ganze hatte ein Feeling von Urlaub, Freiheit und Entspannung. Haben uns einfach auf die Klippen gesetzt, was gegessen und auf das Meer geschaut.  Dann waren in Hermaus viele kleine Läden, mein Gott, ich könnte mich da tot kaufen! Hab mir eine Art Kopftuch gekauft, sieht super aus. Damit sehe ich vielleicht auch nicht mehr so ganz europäisch aus.  Anschließend sind wir dann noch ein bisschen weiter gefahren, weil man von weitem einen schönen Strand sehen konnte. Und wir haben ihn tatsächlich gefunden. Es waren so gut wie keine Leute da, es roch nach Meer und konnten Hannah, Vanessa und ich es nichtmehr aushalten. Raus aus den Klamotten und ab in die Wellen, egal wie kalt es ist! Ich hab mich lange nicht mehr so frisch und energiegeladen gefühlt. Wow, das war einfach so unglaublich lustig und spontan, davon werde ich noch meinen Enkelindern erzählen =D

Am Abend waren wir dann noch auf dem Silents Hill, da kann man den Sonnenuntergang angucken. War auch so unvorstellbar schön, fast schon kitschig. Und ja, die Sonne geht verdammt schnell unter. Wenn es anfängt zu dämmern, so gegen 6, dann dauert es nicht mehr lange bis es dunkel ist und gerade auf dem Berg konnte man das nachverfolgen.

Ja ich bin jetzt auch echt kaputt, vielleicht auch, weil Hannah und ich vorher eine SEHR kurze Nacht hatten, weil wir mit Freunden in der Stadt waren. Ich wird jetzt ins Bett gehen und ich freu mich auf morgen und übermorgen und die folgende Zeit.

Ich hab jetzt langsam den Punkt erreicht, an dem es über Urlaub hinausgeht und ich merke, dass es ernst ist. Ich werde hier ein Jahr lang leben. Es kommt ein Alltag rein, es finden sich Freunde und undund. Ich kann es selbst kaum glauben, so unreal wirkt es auf mich. Es ist so schön hier, aber jetzt kommt auch die Zeit, in der ich an Zuhause denke, anfange zu vermissen und es als schwer empfinde mich immer bei allen zu melden.

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Molo, kunjani? Nd' phellilie! oder auch hallo, wie gehts. danke gut, nur auf Xhosa


So die ersten Tage sind nun geschafft. Vor einer Woche sind wir hier in Cape Town gelandet und es ist wirklich toll hier. Die Landschaft, der Strand, die Menschen und die ganzen kleinen Läden und Pubs verbreiten ein tolles Ambiente! An das etwas schmutzige Haus gewöhne ich mich auch langsam, ich guck halt beim Duschen nicht auf den Boden oder an die Decke, also ist da ja eigentlich auch gar kein Schimmel. Wir haben eine tolle Seight-Seeing Tour mit einem Hop on Hop off Bus gemacht. Wenn einem irgendein Ort oder etwas wie der Kirstenbosh Garten gefällft, dann kann man einfach aussteigen und alle 45 Minuten kommt ein neuer Bus. Wir sind in Kirstenbosh ausgestiegen. Ein wunderhübscher botanischer Garten, der 6. Schönste der ganzen Welt. Die Pflanzen wachsen dort sehr gut, weil es hinter dem Tafelberg öfter regnet. Das hat zumindest der Reiseführer im Bus gesagt. Ich habe aber auch schon gehört, dass hinter dem Garten ein etwas größerer Fluss ist, von dem das ganze Wasser bezogen wird, der nun droht auszutrocknen. Das kann ich mir allerdings nur schwer vorstellen.  Außerdem sind wir auch an einem wunderschönen Strand ausgestiegen und haben da „Luch“, also fishandchips gehabt. Die besten Calamaris, die ich je probiert habe! Waren dort sehr lange, haben die Füße ins eiskalte Meer gehalten und einfach nur genossen. Spätestens in dem Moment wusste jeder, warum er Südafrika gewählt hat! Zu Südafrika kann ich bisher sagen: Willkommen im Gegenteil von Deutschland! Damit mein ich zum Beispiel, dass es hier kein Problem ist mit 7 Leuten im Polo zu fahren, vom Anschnallen brauch ich so oder so nicht anfangen. Das Wetter ist (zum Glück!!) sonnig, es wird ab jetzt jeden Tag wärmer, haben so +- 25 Grad zur Zeit, also eigentlich perfekt. Der Wind ist sehr stark und kühlt, was aber auch gefährlich ist, weil man gar nicht merkt, dass die Haut verbrennt. Ich creme mich jeden Morgen mit Sonnencreme ein und bin bisher auch gut verschont geblieben. Die Preise sind auch genau das Gegenteil zu Deutschland: Alkohol, Taxi, Zigaretten und Fleisch sind sehr günstig. Käse, Aufschnitt, Strom und Internet sind teuer.Mir persönlich gefällt die Südafrika-Seite besser. Hm warum wohl? ;)

Gestern waren wir was trinken, bin unter  10 Euro davongekommen. Zitat Lukas M. : „Ist ja billiger nach Südafrika zu fahren und da zu feiern, als auf dem Kiez!“ Könnte fast was dran sein.

Wir wohnen hier Zusammen mit einem dänischen Pärchen, die ebenfalls Freiwilligenarbeit machen, einem Kenianer und zwei Südafrikanern. Wir heißt Hannah, mit der ich mir ein Zimmer teile und Debby, mit der ich zusammen arbeite und Lisa, mit der ich zusammen ab Hamburg geflogen bin. Die Zimmer sind sehr schön, haben auch ein Wohnzimmer, eine große Küche mit einem kleinen, alten Ofen, eine Terrasse und einen Hinterhof. Haben zwei Bäume und einen Gärtner, außerdem haben wir eine Putzfrau, die einmal die Woche kommt. Davon sieht man allerdings nicht all zu viel. Ich mag es inzwischen hier, hab mich an die „Matratze“ gewöhnt, die lediglich aus Schaumstoff gesteht und kann auch über den Schimmel in der Dusche hinwegsehen. Hab noch keine Kakerlake gesehen, es gibt hier aber welche, außerdem soll hier angeblich eine Maus ihr Unwesen treiben, die aber nur ab und zu reinschaut. Wir nennen sie hier ganz liebevoll „Obz“. Es ist trotzdem ein sehr hübsches Haus, ich weiß gar nicht genau welcher Baustil das ist, eher Altbau mit hohen Decken, Schnörkelkram und sowas.

Die ersten Tage bei Seed hab ich nun auch schon hinter mich gebracht und es ist einfach toll dort. Die Woche fing lustiger Weise ganz anders an:

Debby und ich werden morgens von Meik, einem Mitarbeiter von Seed, der auch in Obz wohnt, mitgenommen. Unsere Vorgänger haben uns auch gezeigt, wo Meik wohnt. Unglücklicher Weise sieht hier irgendwie alles gleich aus und wir haben das Haus nicht wiedergefunden. Wir also zurück zu unserem Haus und Anna, eine Ehemalige aus einem Special Care Center für Kinder arbeitet, angerufen. Die hat dann Meik angerufen und uns letztendlich zur Arbeit gefahren. Endlich in Mitchell’sPlain angekommen hat Monika, die nun leider wieder zurück nach Deutschland geflogen ist, uns den Showgarten gezeigt und uns die ersten Schritte in Richtung Permakultur gelehrt. Wir haben ein tolles Team: Bood, mit dem ich den ersten Monat n die Schulen fahren werde, Jolli, die mit Debby in die Schulen fährt und Mzu, der mit Anton in die Schulen fährt. Dann sind da noch Meik, der für Koordination oder etwas in diese Richtung macht (ich habs noch nicht wirklich rausgefunden, halt so Office-Stuff), Kevin, der sich zusätzlich dazu auch noch um Finanzen kümmert und Shon, der in der Schule wohnt und sich rund um die Uhr um den wunderschönen Garten und die Nursery kümmert. In der Nursery werden Sämlinge gepflanzt, die man dann mit in die Schule nehmen kann, um sie da zu pflanzen. Das haben wir dann am 2. Tag auch gleich gemacht. Da Jolli nicht da war, haben Debby und ich uns zusammen mit Bood in den kleinen Baggi gequetscht und sind in eine nah gelegene Schule gefahren. Dort haben wir dann zusammen mit den Kids Pflanzen, die zum Schutz vor dem Wind dienen sollen, in alte Reifen gepflanzt. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es ist irgendwie so, als hätte man kleine Babys in der Hand, die man nun in die Erde gibt und man hat die Verantwortung dafür, dass sie am Leben bleiben. Aber vielleicht bin ich da etwas über emotional.  Es ist sehr schwer hier etwas anzubauen. Der Boden ist sehr sandig, manchmal so sandig wie am Strand. Also muss man immer eine Menge an Erde und Kompost mitbringen, damit die Pflanzen wachsen. Wir haben die gesamte Lagerfläche des Baggis mit Pferdemist beladen. Wir sind dafür zu einem Pferdehof gefahren und mussten nur 35 Rand dafür zahlen. Bood hat erzählt, dass man normalerweise 400 zahlen müsste. Aber die Stallarbeiter bekommen damit ihren Wochenlohn an nur einem Tag. Die Pferde waren dort sehr dünn und sahen ungesund aus. Aus Mitleid habe ich meinen Apfel aus meiner Lunchbox an ein Pferd verschenkt. Ich glaube, dass das ein Ritual werden könnte. Ich hab bereits sehr viel von Seed lernen können. Zum einen generell über Pflanzen, dann über Permakultur , aber auch über südafrikanische Schulsysteme und Probleme in den Schulen. Außerdem lassen sie uns viel Platz für eigene Ideen, zum Beispiel haben Debby und ich heute einen Zettel für die Hausmeister, die sich um die Schulgärten kümmern erstellt, auf dem sie Tipps zur Abwehr von Schnecken finden. Die fressen hier nämlich fast alles auf. Wir haben das sozusagen aus eigenantrieb gemacht und das kam so wie ich es mitbekommen habe auch ganz gut an. Als am Nachmittag noch etwas Zeit war, haben wir auch gleich einen gebaut. Ich bin schon gespannt, ob er irgendwann mal funktionieren wird. Ich hab jetzt schon das Gefühl, dass ich ein kleiner Öko werde. Wollen zum Beispiel auch einen alten Reifen in unseren Hinterhof stellen und dort Tomaten und Kräuter anpflanzen.

Seit ich hier bin fange ich irgendwie an, mich über mich selbst zu wundern. Ich bin mit einem mal so ordentlich und habe Spaß an Gartenarbeit. Die Sina kannte ich selbst noch nicht, aber ich glaube, dass sie ganz OK ist.

So ich würde den Text mit Sicherheit noch einmal Korrektur lesen, wenn ich nicht sehr müde wäre und lieber ins Bett gehe. Ich schreibe die Texte immer auf Hannahs Laptop vor, damit ich im Internet Café nicht so viel Zeit mit Schreiben verschwenden muss. Ich hoffe, dass es euch allen auch so gut geht wie mir!

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die ersten Tage!

So, heute ist Sonntag, der erste Tag an dem wir 'frei' haben. Als wir gelandet sind schien direkt die Sonne, uebrigens das erse Mal, seit der 'Regenzeut'. Heute sind es so 31 Grad =P

Wir wurden also vom Flughafen abgeholt und sind erstmal in unser Haus gefahren.

1. Das Haus:

Wir wohnen mit insgesamt 10 Leuten in einem wunderhuebschen Haus, haben einen kleinen Garten und zwei Badezimmer. Die Kueche ist zwar recht gross aber dafuer auch extrem dreckig. Uns wurde zwar erzaehlt, dass jeden Mittwoch eine Putzfrau kommt, aber davon hat man irgendwie nicht so viel geshen. Am Abend ist immer einer dran mit Abwaschen, wir aber erst naechste Woche oder so. Ich teile mir mit Hannah ein Zimmer, haben beide nen kleinen Schrank und einen Schreibtisch, aber nur einen Stuhl.

 

Nachdem wir im Haus waren, haben wir erstmal im SAGE Buero gefruehstueckt, das war auch noetig denn das Essen im Flugzeug war nicht gerade essbar. Insgesamt war der Flug sowieso nicht so toll, sass in der Mitte und neben mir war einer, der hat den ganzen Flug ueber geschlafen, sogar waehrend er am Essen war =D

 

Nach dem Fruehstueck haben wir n bisschen besprochen etc. und haben uns Obz angeguckt.

2. Obz:

 

Obz ist sau geil. Ueberall findet man kleine Laeden und Kneipen, alles ist bunt und alternativ. Sitze ja nun genau in diesem Moment in nnem Internetcafe, das sehr nette ingerichtet ist und alles funktioniert bestens. Es gibt Supermaerkte von Spar bis "Big Mamas Shop" (nur so ausgedacht jetzt ^^), Aerzte, also eigentlich alles.

 Ausserdem faehrt man von hier mit dem Minibus fuer 5 Rand, also 50 Cent in die City, das dauert so ungefaehr 10 bis 15 Minuten.

 

Jaa, ich kann noch so viel erzaehlen, muss nu aber erstmal zum Strand =P

 

20.September!

So der Koffer ist gepackt, hab es irgendwie hinbekommen bei knapp 24 Kilo zuzumachen, mein Handgepäck ist mit einzelnen, zwischendurch vergessenen Kleidungsstücken vollgestopft und ich werde morgen in dicker Winterjacke in den Flieger steigen. 

Lieg jetzt noch ganz entspannt im Bett ( okay, ich bin höllisch aufgeregt!!! )  und versuche den letzten Abend mit Metin zu genießen. 

Ihr hört von mir und dann auch endlich aus CAPE TOWN! 

Vorbereitungen

So liebe Leute, hier mein erster Blogeintrag! Habe Wacken soeben hinter mich gebracht und in der Zeitung war der lang ersehnte Artikel über mich und mein Vorhaben. Die ersten 10 Seminartage sind  vorrüber und so langsam kann es ja dann auch mal losgehen. 

Dooch, dafür fehlen auch noch ein paar Spenden, die ich hoffentlich auch bald zusammenbekomme. 

 

Heute musste ich schon meine liebe Hannah zum Flughafen bringen. Komisches Gefühl sag ich euch, hab auch Rotz und Wasser geheult, nur weil mein Hinterkopf schon die eigene Verabschiedung im Sinn hat.


Aber jetzt heißt es ersteinmal noch zurücklehnen und erholen, aber auch vorbereiten, Kreditkarte beantragen, internationalen Führerschein abholen und arbeiten!

 

 

Bericht SHZ: Traum für Sina: Helfen ins Südafrika

Die 19-jährige Sina Kelsch geht im Rahmen des Freiwilligendienstes für ein Jahr nach Kapstadt, um dort zu arbeiten

 

Das Abitur ist geschafft und jetzt im August geht es nach Kapstadt: Für Sina Kelsch wird ein Traum wahr. Die 19-jährige Glückstädterin darf im Rahmen des "entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes des Bundesministeriums" ein Jahr nach Südafrika. "Es ist ein so schönes Land", sagt Sina Kelsch.

Um das Jahr finanzieren zu können, arbeitet die Glückstädterin in diesen Tagen beim Wacken Open Air. Sie verteilt Bändsel für diejenigen, die Karten haben, und verkauft die Festivalzeitung unseres Verlages auf dem Gelände. 

Die Organisation "Weltwärts" vom Bundesministerium, über die sie in Südafrika eingestellt wird, verlangt schon im Vorwege Eigeninitiative. 1800 Euro muss sie allein in Form von Spenden für das eine Jahr aufbringen, bevor sie losfahren darf.

Da Spenden nicht von allein fließen, hatte sie sich bereits zu den Matjeswochen eine nette Idee einfallen lassen. Die 19-Jährige bot Schnaps in den Farben Süd-Afrikas an und bat gleichzeitig dafür um eine Spende. Das funktionierte, viele fanden ihre Initiative gut. So kamen 500 Euro zusammen. Beim Abi-Ball hängten sie und eine Mitschülerin Plakate auf - der Erlös waren 90 Euro. Ein örtlicher Spielzeughändler sponsert sie mit 300 Euro. Doch jetzt fehlt noch Spendengeld, deshalb freut sich Sina über jeden, der etwas dazugeben kann. "Die Spende wird offiziell vermerkt", erklärt sie. 

Was Sina Kelsch jetzt in Wacken erarbeitet, ist für einen Teil des Unterhalts in Südafrika. Ansonsten werden Unterkunft, Verpflegung und 100 Euro Taschengeld im Monat von der Organisation bezahlt. 


Die Glückstädterin wird in Kapstadt in einem Gemeinschaftshaus leben und auf einer Farm arbeiten. Als Lehrerin - als "Organic classroom teacher". "Ich begleite Schüler, die dort zum Beispiel lernen, wie ein Samenkorn aufgeht und auch, was ein Huhn ist." Viele der Kinder würden sich weder mit Landwirtschaft noch Tieren auskennen. "Jeden Tag kommen dort andere Schulklassen." Und auch sie soll von dem Projekt profitieren. Denn ein Motto des Freiwilligendienstes ist: "Lernen durch tatkräftiges Helfen." Für Sina Kelsch ist diese Arbeit ideal, weil sie Grundschullehrerin werden möchte. Und das die junge Frau gerne mit Kindern arbeitet, hat sich bei einem Praktikum an der Herzhorner Grundschule gezeigt.

Südafrika reizte Sina Kelsch schon länger. Bei der Firma Steinbeis hatte sie als Schülerin ein Plakat über das Projekt gesehen. Ausgehängt hatte es ein Mitarbeiter. Seither wünschte sie sich, dorthin zu fahren, zu leben und zu arbeiten.

"Ich will noch selbstständiger werden." Die junge Frau weiß auch, warum die Organisation im Vorwege Eigeninitiative erwartet. "Dadurch bin ich schon besser im Organisieren geworden." Ein weiterer Punkt der sie reizt: Weltoffener werden und toleranter. "Allein in einem fremden Land, dass ist schon etwas Besonderes", freut sie sich. 

Wer spenden möchte: Sina Kelsch, Kontonummer 0121115611 bei der Sparkasse Westholstein (Bankleitzahl 22250020) unter dem Stichwort: Spende Südafrika.

 

 

 

 

Zum Nachlesen auch:

 

 http://www.shz.de/nachrichten/lokales/norddeutsche-rundschau/artikeldetails/article/111/traum-fuer-sina-helfen-in-suedafrika.html

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